iPhone Datennutzung im Ausland vorbereiten

2016-05-16 iphone-datennutzung-im-ausland-vorbereiten.jpg

Zwar erlauben die heutigen Mobilfunktarife mehr und mehr kostenlose Nutzung einer gewissen Datenmenge im Ausland, insbesondere innerhalb der EU. Allerdings ist es mir schon passiert, dass das komplette Kontingent nach wenigen Tagen aufgrund von unnötigen Funktionen (z.B. Fotosynchronisierung im Hintergrund) verbraucht war. Das ist ärgerlich, wo doch die Nutzung des Smartphones gerade auf Reisen besonders praktisch sein kann.

Um auf Nummer sicher zu gehen, das vorhandene Datenvolumen im Ausland so effizient wie möglich einsetzen zu können, führe ich daher vor der Reise folgende Schritte durch:

Checkliste für effiziente Datennutzung im Ausland:

  • Datenroaming aktivieren
  • Alle Apps einzeln von mobiler Datennutzung ausschließen
  • Sinnvollen Apps Datenzugriff erlauben
  • WLAN-Unterstützung deaktivieren
  • Datenstatistik zurücksetzen
  • App-spezifische Datensparfunktionen aktivieren
  • Im Ausland permanent den Stromsparmodus nutzen

Zur Betonung: diese Einstellungen beeinflussen nur die Datennutzung im Mobilfunknetz, also unterwegs. Unabhängig davon, haben alle Apps grundsätzlich unbeschränkten Internetzugriff, sobald man sich in ein geeignetes WLAN einwählt (z.B. im Hotel oder einem Café).

Datenroaming aktivieren

Einstellungen \> Mobiles Netz \> Datenroaming „grün“. Das mache ich nur in Ländern, wo mein Tarif die Nutzung eines Datenkontingents ohne Mehrkosten erlaubt. In exotischen Ländern, z.B. in China, wo die Roaminggebühren zu hoch sind, schalte ich Datenroaming explizit aus und besorge mir vor Ort eine lokale SIM-Karte oder einen mobilen WLAN-Hotspot, was dann erheblich günstiger ist.

2016-05-16 iphone-fuer-datennutzung-im-ausland-vorbereiten roaming v01

Alle Apps ausschließen

In den Einstellungen (Mobiles Netz) runterscrollen und die komplette Liste der Apps einzeln, App für App, von der Verwendung mobiler Daten ausschließen. Das macht deswegen Sinn, da manche Apps erstaunlich viele Daten im Hintergrund abfragen. Insbesondere Fotos und Podcasts oder die Mail-App sind erstaunlich datenhungrig unterwegs, und es hat kaum Nachteile, sie nur bei Verbindung mit einem WLAN zu nutzen.

2016-05-16 iphone-fuer-datennutzung-im-ausland-vorbereiten apps-aus v01

Sinnvollen Apps Datenzugriff erlauben

Für auf Reisen sinnvolle Apps, schalte ich die Verwendung mobiler Daten nun wieder ein. Meine typischen Kandidaten sind:

  • WhatsApp
  • Nachrichten (iMessage)
  • FaceTime
  • Google Maps

2016-05-16 iphone-fuer-datennutzung-im-ausland-vorbereiten apps v01

Jede App, die von der Internetnutzung ausgeschlossen ist, wird bei erstmaliger Nutzung unterwegs darauf hinweisen und anbieten, die mobilen Daten im Bedarfsfall wieder einzuschalten. So kann man die Liste freigeschalteter Apps während der Reise noch erweitern.

2016-05-16 iphone-fuer-datennutzung-im-ausland-vorbereiten tripadvisor v01

WLAN-Unterstützung deaktivieren

Diese relativ neue Funktion beschleunigt die Geschwindigkeit von langsamen WLANs durch die eingeschränkte Nutzung mobiler Daten. Nett gemeint aber im Ausland in der Regel unerwünscht.

2016-05-16 iphone-fuer-datennutzung-im-ausland-vorbereiten wlan-unterstuetzung-statistiken v01

Statistiken zurücksetzen

Das fördert die Transparenz über verbrauchte Daten und das noch verfügbare Kontingent. Der Datenverbrauch wird für jede App einzeln aufgeführt, sodass man vor komplettem Verbrauch des Datenvolumens noch reagieren kann, falls eine App mehr Daten verbraucht als vermutet. Mit der Statistik in der Hinterhand kann man erstmal alle Komfortfunktionen drauf los nutzen (z.B. Navigation mit Google Maps, Messengerdienste, etc.) und sein Verhalten bei Bedarf schrittweise anpassen.

App-spezifische Datensparfunktionen aktivieren

WhatsApp

In WhatsApp werden erhaltene Videos und Fotos normalerweise automatisch heruntergeladen. Dieser automatische Download kann praktischer Weise auf die Verbindung mit einem WLAN beschränkt werden. In WhatsApp: Einstellungen \> Datennutzung auf nur WLAN stellen.

Wenn man nun unterwegs ein Foto oder Video geschickt bekommt, wird es als Grobvorschau zusammen mit einem Download-Pfeil angezeigt. Man kann dann Fall für Fall entscheiden, ob man es sofort runterläd oder auf das nächste WLAN wartet.

2016-05-16 iphone-fuer-datennutzung-im-ausland-vorbereiten whatsapp v01

Google Maps Offline Karten

In Google Maps können Kartenbestandteile (z.B. das Urlaubsziel) für die Offline-Nutzung heruntergeladen werden. So werden nur minimale Daten bei der Nutzung unterwegs verbraucht.

In der Google Maps App im Menu der Punkt Offlinekarten, dann das Plus drücken und den gewünschten Kartenabschnitt wählen. Ein großes Areal kann mehrere Gigabyte Speicherplatz auf dem Telefon benötigen. Wenn man den hat, ist das aber kein Problem. Google Maps fragt sogar nach einem Monat automatisch nach, ob die Karten wieder gelöscht werden können.

2016-05-16 iphone-fuer-datennutzung-im-ausland-vorbereiten google-maps v01

Musik, Videos und sonstige Medien

Viele Mediendienste für Musik und Videos, z.B. Spotify, Apple Music oder Amazon Prime Video, bieten den Download von Inhalten für die Offlinenutzung an. Vor einer Reise lohnt es sich daher, ein paar interessante Inhalte für die Nutzung unterwegs herunterzuladen.

Auch Bücher lassen sich über die Kindle-App auf dem Telefon bereitstellen oder Magazine als PDF oder in den jeweiligen Leseapps. Es lohnt sich hier noch mal kurz drüber nachzudenken.

Im Ausland den Stromsparmodus permanent nutzen

Auf Reisen lohnt es sich, den Stromsparmodus des iPhones permanent aktiviert zu lassen. Dadurch hält nicht nur der Akku erheblich länger durch, es werden auch viele Hintergrundaktivitäten abgeschaltet, die folglich auch keine Daten verbrauchen können.

Dieser Punkt ist besonders praktisch, wenn man einen mobilen WLAN-Hotspot nutzt, z.B. das Telefon eines Mitreisenden. Das iPhone würde normalerweise das gleiche Verhalten wie in einem festen WLAN an den Tag legen und rücksichtslos Daten verbrauchen (z.B. Updates ziehen, Fotos synchronisieren, Podcasts laden, etc.). Der Stromsparmodus verhindert dieses Verhalten und schont den Datenverbrauch automatisch mit.

Smartphone-Autohalterung

2016-15-15 smartphone-autohalterung v01

Für mich gehört eine Smartphone-Halterung im Auto heutzutage zur wichtigsten Grundausstattung. Stets unmittelbar nach dem Einsteigen platziere ich dort mein Telefon. Natürlich verfüge ich über eine Freisprecheinrichtung, aber viele Smartphones Apps sind hervorragend für die Nutzung im Auto geeignet – allen voran Google Maps zur Navigation und Spotify oder Apple Music für Musik – und das geht auch mit dem Ablesen des Smartphone-Bildschirms einher.

Für die Sicherheit und den Komfort ist es wichtig, dass die Halterung möglichst weit oben am Armaturenbrett angebracht werden kann, um den Blick so wenig wie möglich von der Straße wegzurichten. Auch dann muss man sich über eine – je nach Grad der Nutzung – reduzierte Aufmerksamkeit bewusst sein, aber wenigstens bleibt die Straße weiterhin im Sichtfeld und aufleuchtende Bremslichter lassen mich sofort wieder auf die Straße schauen.1

Ich kann zwei Autohalterungen uneingeschränkt empfehlen: das ProClip-System von Brodit als permanente Lösung und Kenu Airframe als flexible Klemme für Mietwagen oder als Test.

Brodit ProClip System

Das Brodit-System besteht aus zwei Elementen, die man einzeln kauft und miteinander verschraubt. Das eine Element passt zum Auto, es lässt sich ohne Schrauben in das Armaturenbrett einklemmen und mit Klebestreifen fixieren. Für viele populäre Automodelle gibt es unterschiedliche Elemente für verschiedene Positionen, z.B. alternativ links und rechts vom Lenkrad. Ich habe mich für den Lüfter rechts vom Lenkrad entschieden.

Das zweite Element passt zum Handy. Auch für viele Handys gibt eine breite Auswahl an Varianten, für das iPhone z.B. mit Ladeanschluss, als flexible Klemme damit unterschiedliche Schutzhüllen verwendet werden können oder mit samtweicher Oberfläche, damit ein Telefon ohne Hülle nicht zerkratzt wird. Ich habe mich für Letztere entschieden.

Das Resultat fügt sich nach meinem empfinden ideal auch in hochwertige Armaturen ein und schafft den perfekten Platz fürs Handy. Den etwas klobig wirkenden Brodit-Aufkleber kann man ruhig beherzt von der Halterung ablösen.

Kenu Airframe

Die flexible Klemme von Kenu ist ein pfiffiges System, dass Handys in verschiedenen Breiten aufnimmt und sich an den Lüftungsgittern fast aller Fahrzeuge2 befestigen lässt. Es ist so klein, dass ich es in meinem Every-Day-Carry aufgenommen habe, damit es mir auch beim spontanen Einsatz im Car-Sharing-Fahrzeug zur Verfügung steht. Man muss darauf achten, dass grosse Smartphones, z.B. das iPhone Plus die breitere Version Airframe+ benötigt. Die Lösung ist von so hoher Qualität, dass ich sie sogar als permanente Lösung empfehlen kann und Freunde von mir (denen das Armatur-Layout ihres Autos auch bei Nichtnutzung wichtig ist) es als solche nutzen.

Lademöglichkeit

Je mehr man das Handy im Auto für die Navigation oder Musikwiedergabe nutzt, desto mehr Sinn macht auch eine Lademöglichkeit. Ich empfehle das Spiralkabel von Griffin, da es kompakt verstaut werden kann und für unterschiedliche Abstände noch gut aussieht und ein hochwertiges KFZ-Ladegerät (z.B. dieses Modell von Wicked Chili) für den Zigarettenanzündere. Für Wenignutzer mag es Sinn ergeben, statt Zigarettenanzünder-Ladegerät einen mobilen Akku in sein Tagesgepäck aufzunehmen.


  1. Bei der Bedienung des Handys in der Hand – was bei Vielen vorsichtshalber auf Höhe des Schaltknüppels in der Mittelkonsole erfolgt – ist die Ablenkung meines Erachtens erheblich größer. 
  2. Mit Ausnahme der neuen Mercedes A-Klasse, wie mir von einem guten Freund berichtet wurde. Zudem suche ich noch die optimale Stelle beim neuen SMART. 

Days > Years > Life

2016-15-14 days-years-life v01

Folgender Spruch ist mir fest im Gedächtnis verankert:

How we spend our DAYS,
is how we spend our YEARS,
is how we spend our LIVES.

Als ich den Satz für diesen Beitrag noch mal nachschlug, stellte ich fest, dass er eigentlich leicht anders lautet: „How we spend our days is, of course, how we spend our lives. “ ist ein Zitat von Anne Dillard aus dem Buch The Writing Life, das ich in einem Artikel auf Brainpickings gelesen habe.

Die Variante, die ich mich gemerkt habe, finde ich sogar etwas besser. Sie symbolisiert für mich die schleichende Entwicklung von einem Tag, zu einem Zeitraum und schließlich zu seinem Leben. Den heutigen Tag kann ich beeinflussen. Jedes Vorhaben, jeder Wunsch, jeder Plan hängt an den Handlungen im Hier und Heute.

Und auch eine Zweite Deutung ist hilfreich. Wir leben hier und heute. Wenn wir die Tage nicht genießen, sondern z.B. auf Ziel in ferner Zukunft hinarbeiten, kann es passieren, dass wir das Leben verpassen. Maria Popova beschreibt das treffend als einen ihrer wichtigsten Lerneffekte aus dem Betrieb von Brainpickings:

Presence is far more intricate and rewarding an art than productivity. Ours is a culture that measures our worth as human beings by our efficiency, our earnings, our ability to perform this or that. The cult of productivity has its place, but worshipping at its altar daily robs us of the very capacity for joy and wonder that makes life worth living…

Wenige Monate nachdem ich den Artikel gelesen habe lief im Radio der Song Morgen von Chima (Video und Songtext). Wie passend.

Bildquelle: Blake Wisz via Unsplash

Kaufen ist wie Wählen

2016-05-13 kaufen-ist-wie-waehlen v01

Mir ist im Laufe der Jahre äußerst bewusst geworden, dass jeder Kauf wie die Abgabe eines Stimmzettels am Wahlsonntag ist.

Dort wo man sein Geld lässt, wird Nachfrage signalisiert. Unternehmen werden auf dieses Signal mit einer Erhöhung des Angebotes reagieren. Dieses Prinzip ist eine der wirksamsten Grundregeln unserer Gesellschaft.

Natürlich kommt es vor, dass man mit seiner Stimme der Minderheit angehört und Unternehmen andere, stärkere Kaufsignale einer breiteren Masse nachverfolgen. Aber genau wie bei einer politischen Wahl, hat man nur dann die Chance eine Mehrheit zu erzeugen, wenn man sich aktiv beteiligt. Dort wo man sein Geld lässt, setzt man ein konkretes Zeichen. Deshalb gebe ich mir Mühe, bewusst und strategisch zu kaufen.

Ein gutes Beispiel dafür sind Biosupermärkte. Fast alle Nahrungsmittel kaufe ich im Biosupermarkt. Das würde ich auch unabhängig von Schadstoffbelastung und Geschmack der Lebensmittel tun, weil ich das System – also nachhaltige Landwirtschaft und Vermeidung von Tierquälerei – unterstützen möchte. Da diesen Wunsch glücklicherweise viele Menschen teilen, wächst die Bio-Branche in den letzten Jahren stetig.

Manchmal kaufe ich bewusst verhältnismäßig teure Produkte einer mir sympathischen, kleinen Firma, z.B. auf Kickstarter. Ich weiß gut aus eigener Erfahrung wie schwer es für kleine Unternehmen ist, mit geringen Stückzahlen gute Einkaufspreise zu erhalten. Ihre Produkte sind daher oft unverhältnismäßig teurer, als die von großen Unternehmen mit hohem Einkaufsvolumen. Doch gute Unternehmen können nur dann wachsen und effizienter werden, wenn ihre Produkte gekauft werden.

Umgekehrt probiere ich zu vermeiden, Schnäppchen bei einer profitorientierten Firma ohne Moral zu kaufen. Auch wenn ich persönlich davon einen Vorteil hätte, würde es Wasser auf die Mühlen eines Systems bedeuten, das ich nicht unterstütze. Gerade dort fällt es auch mir manchmal schwer, das Bewusstsein zu entwickeln, dass ein Kauf niemals anonym und ohne Konsequenzen ist. Jeder Kauf ist die Abgabe einer Stimme. Meiner Stimme.

80/20-Pareto-Prinzip

2016-05-12 80-20-pareto-prinzip v01

Eine der effektivsten und nützlichsten Grundregeln, die ich kenne, ist die 80-20-Regel, die im Fachjargon auch nach Ihrem Erfinder Pareto-Prinzip genannt wird.

Mit dem Paretoprinzip wird das statistische Phänomen beschrieben, dass häufig 20% des Aufwands zu 80% der Ergebnisse beitragen. Die verbleibenden 80%, also der Großteil des Aufwands, steuern folglich nur 20% des Ergebnisses bei.

Wenn man in der Praxis darauf achtet, lässt sich das an vielen Stellen tatsächlich bestätigen. In Firmen tragen meist wenige Kunden, zum Großteil der Umsätze bei. Ebenso machen meist wenige Produkte den überwiegenden Teil des Erfolgs aus. Selbst bei Aktivitäten, z.B. Werbekampagnen, lässt sich rückwirkend oft der Großteil des Resultats auf einige wenige Aktionen zurückführen.

Wie es sich für eine Daumenregel gehört, sind die Werte 80/20 nicht exakt. Auch lässt sich das Prinzip nicht überall einsetzen – es reicht schließlich nicht aus, wenn nur 20% der Glieder einer Kette die anfallende Last aushalten.

Das Pareto-Prinzip ist eine gute Daumenregel, die mir oft dabei hilft Optionen abzuwägen und Schwerpunkte zu setzen. Fast immer lassen sich einige wenige Elemente identifizieren, die den Großteil des Nutzens, Glücks oder Erfolgs und umgekehrt den Großteil des Aufwands, Stresses oder Sorge, etc. erzeugen. Wenn man sich auf diese 20% konzentriert, kann man erstaunlich viel bewirken.

Bildquelle: Sergey Zolkin via Unsplash

Safari Lesemodus

2016-05-11 safari-lesemodus v03

Eine komfortable Funktion zum Lesen und Versenden von Artikeln bietet der Safari-Browser auf iPhones, iPads und dem Mac. Längere Text lassen sich damit erheblich angenehmer lesen, insbesondere auf kleinen Bildschirmen.

Durch das Striche-Symbol oben links in der Adressleiste kann der Lesemodus aktiviert werden. Der Text wird dann klar lesbar dargestellt und fast alle unnötigen Website-Elemente werden entfernt.

Der Lesemodus wird dann angeboten, wenn es technisch möglich ist, den Textinhalt vom Rest der Seite zu unterscheiden. Das ist bei den meisten News-Seiten und Blogs der Fall.1 Da inzwischen auch viele Firmenwebsites auf Blogsystemen basieren, steht er auch dort oftmals zur Verfügung.

Ein weiterer Vorteil des Lesemodus ist mir nur durch Zufall aufgefallen.

Wählt man im Lesemodus aus, den Artikel per Mail zu versenden, wird neben dem Link auch der komplette Text des Artikels in die E-Mail eingefügt.

So kann der Empfänger den Artikel in seinem Mailprogramm lesen, ohne extra auf eine Link klicken zu müssen. Mit dieser Methode lassen sich Artikel auch einfach archivieren, indem man sie z.B. per E-Mail an Evernote weiterleitet. Tatsächlich ist das meine Hauptmethode, um interessante Texte für die Zukunft zu speichern.


  1. Auf der Startseite dieses Blogs funktioniert der Lesemodus nicht, da hier mehrere Artikel im Volltext dargestellt werden. Ruft man jedoch (z.B. durch einen Klick auf die Überschrift) den Artikel direkt auf, wird der Lesemodus angeboten. 

Hardcore History Podcast

2016-05-10 hardcore-history v01

Einer der faszinierendsten Podcasts, die ich kenne ist Hardcore History von Dan Carling. Noch nie wurde mir Geschichte so nahe und eindringlich geschildert, wie in dieser Show.

Man darf sich nicht abschrecken lassen von den Eckdaten! Eine Folge kann gut und gerne 3-4 Stunden dauern und ein Thema (z.B. der Erste Weltkrieg) wird in bis zu sechs solcher Folgen beleuchtet. Das wird dadurch relativiert, dass es in der Regel 2-3 Monate dauert, bevor eine neue Folge erscheint. Auch wenn ich nur 10-30 Minuten Abschnitte der Folgen auf dem Weg zur Arbeit höre, sind sie immer zu schnell vorbei und ich brenne schon auf die nächste Folge.

Angefangen habe ich mit Blueprint for Armageddon, der Schilderungen über den Ersten Weltkrieg. Auch wenn ich die groben Fakten noch aus der Schule kannte, war mir bei weitem nicht bewusst, welch dramatische und tragische Phase das für die Menschheit war und welche unvorstellbar grausamen Zustände manche unsere Vorfahren erleiden mussten. Dan Carling schafft es hervorragend die „Human Experience“ dieser Ereignisse, die man in der Regeln nur als nüchterne Fakten kennt, zu vermitteln.

Rückblickend kann ich aufrichtig sagen, dass mich diese Schilderungen stark beeinflusst haben. Sowohl in Form von Mitgefühl und Anerkennung tragischer Umstände der Vergangenheit, als auch im Bewusstsein über die herrlichen aktuellen Lebensumstände in vielen Teilen der Welt, insbesondere in Deutschland. Aus der Geschichte kann man viel lernen und Hardcore History macht das erstaunlich einfach.

iPhone Fotografie-Tipps

2016-05-09 iphone-fotografie-tipps v01

Mit dem iPhone kann man erstaunlich gute Fotos aufnehmen. Dabei lohnt es sich, insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen, für jedes Foto folgende Schritte durchführen:

1. Motiv: Telefon auf Motiv ausrichten
2. Fokus: Objekt antippen, was fokussiert werden soll (fokussiertes Objekt erhält gelben Rahmen)
3. Helligkeit: Nach oben oder unten wischen, um die Helligkeit anzupassen (kleines Sonnensymbol auf Skala erscheintt)
4. Auslösen: Knipps!

Zu 1) Motiv: Um das Motiv besser ausrichten zu können, lohnt sich die Aktivierung des Rasters unter „Einstellungen > Fotos & Kamera > Kamera“. Zoomen sollte man vermeiden, da die Bildqualität leidet und ein digitaler Zoom auch im Nachhinein per Bildbearbeitung auf das Foto anwendbar ist.

Zu 2) Fokus: Einmaliges drücken stellt das Objekt scharf, länger gedrückt halten stellt ebenfalls scharf und vermeidet, dass bei Bewegung automatisch neu fokussiert wird („AE/AF Sperre“).

Zu 3) Helligkeit: Insbesondere die Einstellung der Helligkeit (engl. „Exposure“) ist eine häufig übersehene Funktion, da sie erst mit iOS 8 hinzugefügt wurde. Ich wische inzwischen oft vor dem Auslösen eines Fotos mehrfach nach oben und unten hin und her, um vor der Aufnahme ein Gefühl für eine angenehme Helligkeit zu entwickeln. Den Blitz habe ich grundsätzlich deaktiviert und schalte ihn nur in Ausnahmefällen ein.

Zu 4) Auslösen: Neben der runden Fläche auf dem Display kann man auch die Leisertaste am Rand als Auslöser verwenden (wichtig für Selfies mit der Hauptkamera). Bei eingestecktem Kopfhörer können auch die Lauter-/Leistertasten zur Aufnahme verwendet werden, was Erschütterungen des Telefons vermeidet. Durch gedrückt halten des Auslösers wird eine Bildserie aufgenommen, aus der man sich später das beste Bild auswählen kann.

Ein Tipp zur Haltung des Telefons mit einer Hand: Greift man mit der flachen Hand hinter das Smartphone im Querformat und klappt dann Zeigefinger und kleinen Finger ein, kann man das Telefon einklemmen und erreicht mit dem Daumen sogar noch das Display zum Auslösen.

Bildquelle: Jordan McQueen via Unsplash

Never Miss a Workout

2016-05-08 never-miss-a-workout v01

Neben seinen Blogartikeln über Gewohnheiten, Produktivität und persönlicher Weiterbildung schreibt James Clear regelmäßig über Erfahrungen die er beim Training für sein Hobby Gewichtheben sammelt. An eines seiner Prinzipien muss ich öfter denken, denn es vereint viele Kernelemente für erfolgreiches Training:

The goal is to be the guy who never misses a workout.

Eine Voraussetzung dafür kein Training zu versäumen besteht darin, überhaupt einen Trainingsplan bzw. einen festen Rhythmus für seinen Sport zu haben. Überlässt man es dem Umständen oder gar seiner persönlichen Stimmung, ob man Zeit für ein Training findet, wird es schwer.

Als nächstes gilt es Verletzungen zu vermeiden. Insbesondere zu hohes Engagement und Überforderung des Körpers in der Anfangsphase des Trainings führt oft zu Verletzungen. Das zerstört die Motivation und verhindert die Einprägung der Gewohnheit, zum Training zu gehen. EIne Verletzung liefert einen nachvollziehbaren Grund, das Training sogar ganz sein zu lassen. Selbst wenn man der Wille bleibt, der Körper fällt in der Pause schnell zurück in den Normalzustand und der Trainingserfolg wird erschwert.

Schließlich deckt sich das Prinzip mit meiner Erfahrung, dass der Körper viel stärker auf regelmäßige, moderate Trainingsreize reagiert, als auf heftige unregelmäßige Workouts. Ich erkläre mir das so, dass der Körper ein effizientes System ist, das auf die Lebensumstände reagiert und nicht auf Sonderfälle. Es macht keinen Sinn größere Mengen Muskelmassen aufzubauen und zu versorgen, wenn diese nur selten gebraucht werden. Bewegungsabläufe die man täglich ausführt, fallen dagegen nach einer gewissen Zeit – damit meine ich eher 100 Tage oder gar 1-2 Jahre – nicht mehr schwer. Das gilt für die Oberarme von Gerüstbauern und die Finger von Klavierspielern gleichermaßen.

In dem Artikel 6 Truths About Exercise That Nobody Wants to Believe hat James Clear seine Grundregeln zu erfolgreichem Training sehr gut zusammengefasst und ich kann die Lektüre empfehlen.

Bildquelle: Kaley Dykstra via Unsplash

Milch vermeiden

2016-05-07 milch-vermeiden v01

Wenn man sich mit guter Ernährung beschäftigt, wird an vielen Stellen dazu geraten, Milch zu vermeiden. Ich habe deshalb in den letzten Jahren meinen Milchkonsum stark reduziert und fühle mich sehr wohl dabei. Hier ein paar Aspekte, die mich persönlich zum Umdenken gebracht haben.

In einem Interview 1, das mir besonders in Erinnerung geblieben ist, wurde die wachstumsfördernde Wirkung von Milch beschrieben. Es leuchtet mir ein, dass Milch in freier Natur ausschließlich an Säuglinge verfüttert wird, die sich in einer außergewöhnlichen Wachstumsphase befinden. Milch ist dabei eine Art Rundum-Sorglos-Trunk, der viele Bestandteile enthält, die explizit das Wachstum fördern. Diese Eigenschaft wird im Fachvokabular als „anabol“2 beschrieben, eine Wortwahl, die mich stutzig gemacht hat.

Interessant war in diesem Zusammenhang die These, dass die wachstumsfördernden Stoffe, in der Milch mit solchen Stoffen kombiniert werden, die übertriebenes Wachstum (Zellwucherung, darunter auch Krebs) hemmen. Ying und Yang sozusagen. Bei der Herstellung fettarmer Milch, wird Vollmilch jedoch durch ein sehr engmaschiges Sieb gedrückt, wodurch neben dem Fett auch andere Bestandteile voneinander getrennt werden. Das Gleichgewicht ist damit gestört. Die Hypothese des Fachmanns war, dass fettreduzierte Milch zwar die wachstumsstimulierenden aber nicht mehr die krebsvermeidenden Stoffe beinhaltet. Ich habe für mich daraufhin entschieden, wenn ich schon mal Milch trinke, dann das volle Paket (= frische Vollmilch) zu bevorzugen.

Meinen Milchkonsum zu reduzieren, fiel mir übrigens leichter als erwartet. Für das morgendliche Müsli habe ich Mandelmilch verwendet (die mir sogar besser schmeckt als Milch). Durch die Vermeidung von Latte Macchiato (Spitzname: „Milchshake inkognito“) habe ich die köstliche Welt von gutem schwarzen Kaffee und Tee entdeckt. Und zur Betonung: hin und wieder trinke ich auch noch Latte Macchiato oder einen Tee mit Milch und bei Käse mache ich keinerlei Kompromisse. Es geht mir schließlich um das Vermeiden und nicht um den kompletten Ausschluss.

Bildquelle: Annie Spratt via Unsplash


  1. Leider kann ich mich nicht mehr an die Quelle erinnern. Ich glaube es war ein Interview in einer der ersten Podcast-Episoden von Tim Ferriss
  2. Tatsächlich wurde in einem anderen Fitness-Podcast als Geheimtipp für Muskelwachstum empfohlen, jeden Tag einen Liter Milch zu trinken.