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2016-15-14 days-years-life v01

Folgender Spruch ist mir fest im Gedächtnis verankert:

How we spend our DAYS,
is how we spend our YEARS,
is how we spend our LIVES.

Als ich den Satz für diesen Beitrag noch mal nachschlug, stellte ich fest, dass er eigentlich leicht anders lautet: „How we spend our days is, of course, how we spend our lives. “ ist ein Zitat von Anne Dillard aus dem Buch The Writing Life, das ich in einem Artikel auf Brainpickings gelesen habe.

Die Variante, die ich mich gemerkt habe, finde ich sogar etwas besser. Sie symbolisiert für mich die schleichende Entwicklung von einem Tag, zu einem Zeitraum und schließlich zu seinem Leben. Den heutigen Tag kann ich beeinflussen. Jedes Vorhaben, jeder Wunsch, jeder Plan hängt an den Handlungen im Hier und Heute.

Und auch eine Zweite Deutung ist hilfreich. Wir leben hier und heute. Wenn wir die Tage nicht genießen, sondern z.B. auf Ziel in ferner Zukunft hinarbeiten, kann es passieren, dass wir das Leben verpassen. Maria Popova beschreibt das treffend als einen ihrer wichtigsten Lerneffekte aus dem Betrieb von Brainpickings:

Presence is far more intricate and rewarding an art than productivity. Ours is a culture that measures our worth as human beings by our efficiency, our earnings, our ability to perform this or that. The cult of productivity has its place, but worshipping at its altar daily robs us of the very capacity for joy and wonder that makes life worth living…

Wenige Monate nachdem ich den Artikel gelesen habe lief im Radio der Song Morgen von Chima (Video und Songtext). Wie passend.

Bildquelle: Blake Wisz via Unsplash