Start With Why

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In seinem Buch Start With Why spricht Simon Sinnek über Leadership. Da es ein Business-Buch ist, richten sich viele seiner Thesen an Unternehmen und ihre Produkte aber die Kernbotschaften sind sehr universell und passen auch hervorragend ins Privatleben. Es geht darum, was uns und andere Menschen motiviert.

People don’t buy what you do, they buy why you do it.

Ein typisches Schaubild aus dem Buch ist der Golden Circle, ein Kreis mit drei Ebenen. Der äußere Ring symbolisiert was man macht, die sichtbaren Tätigkeiten einer Person oder messbaren Eigenschaften eines Produkts. Die Ebene darunter symbolisieren wie man es macht, die individuellen Grundregeln und Methoden die man für seine Tätigkeiten als Basis nimmt. Der Kern symbolisiert das Warum, die Motivation hinter dem gesamten System, das Ziel was man erreichen möchte. Üblicherweise kommunizieren Menschen und Unternehmen von außen nach innen. Sie starten mit den Eigenschaften eines Produktes oder den konkreten Tätigkeiten einer Jobbeschreibung. Wie der Titel des Buches schon sagt, empfiehlt Sinnek stets mit dem Warum zu beginnen, wenn man Menschen erreichen möchte.

Er führt es auf das Limbische System zurück, den Bereich des Gehirns der viele unser Handlungen im Zusammenspiel mit anderen Bereichen antreibt. Oft werden so Entscheidungen „aus dem Bauch heraus“ getroffen und die Fakten dann nur noch verwendet, um die bereits getroffene Entscheidung zu rechtfertigen. Das Konzept stellt er in seinem sehenswerten TED-Talk How Great Leaders Inspire Action vor, der zu den erfolgreichsten TED-Talks aller Zeiten gehört. Auch das Buch kann ich sehr empfehlen, da es anhand von vielen Beispielen verdeutlicht, dass es wichtig ist, warum man etwas tut.

Bildquelle: Simon Sinnek Website

Mind Maps

Mind Maps sind eine hervorragende Art, Ideen zu generieren und zu ordnen. Ausgehend von einem zentralen Knoten erstellt man Äste mit neuen Knoten hangelt sich von dort immer weiter. Das Ergebnis sind die typischen, bunten, verzweigten Bilder, die an Baumkronen erinnern. Zwar kann man Mind Maps auch aufmalen, doch es hat Vorteile ein Computerprogramm zu verwenden. So kann man auf neue Ideen während der Erstellung besser reagieren und die Struktur bei Bedarf umsortieren. Ich bin sehr glücklich mit MindNode für iOS und MacOS, da es einfach zu bedienen ist, über iCloud synchronisiert und ein hübsches Layout hat. Mit den Artikeln über MindNode auf MacStories kann man sich einen hervorragenden Überblick über das Programm und seinen Funktionsumfang machen. Leider gibt es keine PC-Version, so dass man dort zum Beispiel auf das kostenlose Freemind zurückgreifen muss, das deutlich uneleganter ist.

Bei genauerer Betrachtung sind Mind-Maps im Grunde visuell hübscher gestaltete Bullet-Point-Listen. Die Aufzählungslistenfunktion, über die fast jeder Texteditor verfügt, nutze ich ebenfalls oft in Briefen oder E-Mails, um Gedanken zu ordnen und zu strukturieren. Gerade komplexe Texte verfasse ich mitunter in Listenform und ändere sie erst als letzten Schritt in Fließtext um. Man sollte unbedingt nutzen, dass man Listenpunkte mit TAB eine Ebene einrücken und mit Shift-TAB wieder zurückrücken kann, wenn sich der Cursor am Anfang des Listenpunkts befindet. Auf diese Weise kann man ganz leicht eine Struktur erstellen. Mind Maps ordnen die Listenpunkte nicht untereinander sondern vom Zentrum ausgehend verzweigt an. Durch diese Darstellung und die Verwendung von Farben lassen sie sich etwas besser merken und regen zum kreativen Denken an.

Every Day Carry

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Ab und zu finde ich im Internet Fotos von Menschen und ihrem EDC (Every Day Carry). Mit diesem Begriff wird eine Art Alltags-Grundausstattung bezeichnet, die aus sorgfältig ausgewählten und möglichst praktischen Gegenständen besteht. Tatsächlich haben sich auch bei mir im Alltag einige Dinge bewährt, die ich fast immer mit mir führe.

(1) Gemäß dem Firmen-Slogan „Shrink your wallet“ reicht mir inzwischen das Bellroy Micro Sleeve für Bargeld und die wichtigsten Karten. (2) Dank Fisher Space Pen habe ich immer einen Stift in der Hosentasche. (3) Das Plantronics Voyager Edge Bluetooth Headset ermöglicht mir jederzeit spontan Podcasts zu hören. Ich habe es meistens in der Hostentasche und nutze es fast täglich auf dem Weg zur Arbeit und zurück. (4) Ab und zu nutze ich ein Carsharing-Auto und dann ist die Kenu Airframe+ Autohalterung fürs Smartphone sehr praktisch. (5) Das Apple iPhone Ladegerät mit (6) USB-Lightning-Kabel und einem (7) mobilen Akku spendet bei Bedarf Energie in fast allen Lebenslagen. (8) Der kompakte und pfiffige iPhone-Tripod Kenu Stance passt in den Lightning-Anschluss und hält das iPhone waagerecht für Videos und senkrecht für FaceTime in Position. (9) Eine hauchdünne Regenjacke ist hier stellvertretend für eine kleine Wetterausrüstung mit Regenhose und einer kompakt verstaubaren, dünnen Daunenjacke, die ich immer im (wasserdichten) Rucksack bei mir führe. (10) Die iPhone Köpfhöhrer sind schließlich entweder zum Musikhören aber erzielen erstaunlicherweise auch bei Telefonaten die beste Sprachqualität, um Längen besser als Bluetooth. (11) Eine transparente Tasche von Muji hält fast alle diese Gegenstände beieinander.

Man sollte nicht unterschätzen, dass solche Gegenstände für den täglichen Gebrauch viel Freude erzeugen können und ruhig mit Bedacht ausgewählt werden dürfen. Es lohnt sich immer mal zu schauen, was andere Menschen so täglich bei sich führen, wie hier ein Beispiel vom WordPress-CEO Matt Mullenweg.

Krafttraining

Seit über 20 Jahren betreibe ich Krafttraining und bin der Meinung, dass es ein wichtigsten Eckpfeiler der Gesundheit ist. Meine Einstellung hat sich über die Jahre stark geändert. Früher waren Muskelwachstum und ein kräftig aussehender Körper mein Ziel. Typisch für einen unerfahrenen jungen Menschen, habe ich der korrekten Ausführung der Übungen wenig Beachtung geschenkt und regelmäßig den Preis durch Verletzungen bezahlt. Inzwischen sind Gesundheit und Wohlbefinden meine Motivation. Training macht großen Spaß, wenn man langsam aber stetig Fortschritte erzielt. Keineswegs bedeutet Kraftsport, den Körper eines Bodybuilder anzustreben. Eine moderate Fitness reicht aus, damit sich Vorteile bemerkbar machen. Muskeln schützen Gelenke und Knochen vor ungewohnten oder unerwarteten Bewegungen. Wer Sport macht kann mehr Essen, ohne zuzunehmen. Kraftsport ist ein wichtiger Ausgleich zur bewegungsarmen Tätigkeit in Büroarbeitsplätzen. Und natürlich stärkt ein gesunder, trainierter Körper das Selbstbewusstsein.

Überall finde ich Indizien dafür, dass Kraftsport ein wichtiges Element für ein gesundes, erfülltes und erfolgreiches Leben ist. Nassim Taleb beschreibt in seinem Buch Antifragile wie Kraftsport den Körper durch leichte Verletzungen stärker macht und wie er als Autor eine Trainingsroutine verfolgt. Charles Poliquin, den ich im Gespräch mit Tim Ferriss kennengelernt habe, betont ununterbrochen das Kraftsport erheblich effektiver für Gewichtsreduktion ist als Kardio-Aktivitäten ist. Mark Lauren, über dessen Buch Be Your Own Gym ich Bodyweight-Training kennengelernt habe, erklärt dort ausgiebig, dass Krafttraining auch für Frauen eine der effektivsten Methoden ist schlank zu werden, ohne dabei übertrieben muskulös zu wirken. Maria Popova von Brainpickings folgt zum Beispiel einer Kraftsportroutine, die auch Klimmzüge beinhaltet.

Ich kann nur davor warnen, Übungen ohne professionelle Anleitung zu beginnen, möglichst durch einen erfahrenen Trainer oder Physiotherapeuten. Erst kürzlich habe ich bei Kelly Starret gelernt, wie man korrekte korrekte Liegestütze ausführt. Langfristig führen falsch durchgeführte Übungen, gerade bei älteren Menschen, zu Verletzungen. Auch bei der Auswahl der Übungen habe ich viel gelernt. Die Klassiker heißen nicht umsonst so und haben den größten Effekt: Mit Kniebeugen, Liegestützen, Klimmzügen und dem Unterarmstütz kann man ein hervorragendes Training gestalten. Mehr braucht man meines Erachtens nicht, doch Abwechslung hält die Motivation hoch. Derzeit verfolge ich ein minimales Workout morgens im Badezimmer, dass sich ideal als Einstieg eignet.

Bildquelle: The Library of Congress via Flickr Commons

Viel zu tun

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“Of all ridiculous things, the most ridiculous seems to me, to be busy — to be a man who is brisk about his food and his work.”
— Soren Kierkegaard via Brainpickings

Wer kennt es nicht, dass die Frage „Wie geht’s?“ mit den Worten „Viel zu tun!“ beantwortet wird. Nicht nur Arbeit erzeugt bei vielen Menschen ein Gefühl der Überforderung oder zumindest das latent schuldige Gefühl, dass noch Aufgaben unerledigt sind. Selbst von Rentnern oder Urlaubern hört man ab und an den Wunsch nach mehr Zeit, da so viel anstünde. Freizeitstress. Beschäftigt, „busy“ sein, mit seinen Gedanken in der Zukunft sein, den Tag verfliegen lassen, solche Verhalten gehört zu den Fallen des Lebens. In Senecas Buch The Shortness of Life wird sehr anschaulich darauf hingewiesen, wie das Leben eines Menschen in der Regel lang (genug) ist, nur viele Menschen die ihnen gegebene Zeit leichtfertig verschwenden.

It is not that we have a short time to live, but that we waste a lot of it. Life is long enough, and a sufficiently generous amount has been given to us for the highest achievements if it were all well invested. But when it is wasted in heedless luxury and spent on no good activity, we are forced at last by death’s final constraint to realize that it has passed away before we knew it was passing. So it is: we are not given a short life but we make it short, and we are not ill-supplied but wasteful of it… Life is long if you know how to use it.

Auch die Wahrnehmung von Zeit ist relativ und lässt sich bewusst verlangsamen oder beschleunigen. Wer kennt es nicht, dass Zeit verfliegt wenn man beschäftigt ist, jedoch quälend langsam verstreicht wenn man gespannt auf etwas wartet oder sich gar langweilt. Achtsamkeit oder Bewusstsein ist das Gegenmittel. Den Moment wahrnehmen, erkennen, genießen. Ein Rezept, um Zeit zu verlangsamen und mit etwas Übung und der passenden Einstellung ein hohes Maß an Glück zu empfinden. Es lohnt sich, meines Erachtens, bewusst und aus eigener Entscheidung heraus, nicht viel zu tun zu haben.

Bildquelle: mauro mora via Unsplash

Double Up

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Ein Konzept, das so einfach wie nützlich ist, habe ich mir unter dem Begriff „Double Up“ gemerkt. In einem seiner Podcasts erwähnte Ben Greenfield, dass er im Auto einen Grip Strength Trainer liegen hat und währen der Fahrt Übungen damit macht. Auf die Frage, was seine Kinder davon halten würden, wenn er während der Fahrt ein Workout mache entgegnete er, es sei das normalste der Welt für sie. Sie wunderten sich eher über die anderen Fahrer die am Steuer säßen und damit beschäftigt seien einfach nur „sicher“ zu sein („just being safe“).

Ich stelle mir öfter die Frage, wie ich eine Übung oder eine gute Angewohnheit noch in meinen Tagesablauf integrieren könnte. „Double Up“ hat ganz neue Möglichkeiten eröffnet. Ein Beispiel: beim morgendlichen Zähneputzen mache ich seit Monaten Ausfallschritte. Rückblickend betrachtet sind dabei schon hunderte, ja gar tausende Wiederholungen zusammengekommen, ohne dafür zusätzlich Zeit investieren zu müssen.

Mein Zahnputzbeispiel zeigt auch gut die einzige Hürde: am Anfang ist es ungewohnt und fühlt sich merkwürdig an. Das vergeht aber schon nach wenigen Wochen. Gleichzeitig besteht ein großer Vorteil darin, dass man eine ungewohnte an eine etablierte Tätigkeit koppelt und dadurch mit höherer Wahrscheinlichkeit durchhält. Ideal also um eine neue Gewohnheit aufzubauen.

Hier ein paar Beispiele für Zeiträume, die sich für Double Up eignen:

  • Autofahren, Fahrradfahren, Fußwege (z.B. zum Hörbuch oder Podcast hören)
  • Computer fährt hoch (z.B. Stretching, Wasser trinken)
  • Wartezeiten an der Bahn (z.B. bewusstes, tiefes Atmen)
  • Wartezeiten beim Kochen/Wasserkocher, etc. (z.B. Geschirr abwaschen/abtrocknen)

Bildquelle: Devanath via Pixabay

Brian Johnson

Auf Brian Johnson wurde ich über ein Interview im Ben Greenfield Podcast aufmerksam. Brian beschrieb dort, wie er sich eine vor einigen Jahren eine Auszeit nahm, um Bücher über persönliche Weiterbildung zu lesen. Er machte sich ausführliche Notizen und veröffentlichte diese schließlich unter dem Titel Philosopher’s Notes. Inzwischen sind auf diese Weise hunderte Buchzusammenfassung entstanden, von Klassikern bis hin zu aktuellen Bestsellern über Philosophie, Produktivität, Gesundheit, Spiritualität und vielem mehr. Die meisten Inhalte finden sich bereits kostenlos als Videos auf seinem YouTube Kanal oder im Podcast, auf ein Archiv von PDF-Dateien kann man zugreifen, wenn man eine monatlich kündbare bezahlte Mitgliedschaft abschließt.

Ich habe seine zehnteilige Videoserie Optimal Living 101 gesehen und kann sie sehr empfehlen. Er hat darin viele seiner Erkenntnisse aus den Büchern in thematischen Gruppen zusammengefasst und mit anschaulichen Animationen zu einem Lehrgang verarbeitet. Tatsächlich sind mir auf diese Weise viele Weisheiten im Gedächtnis geblieben. Dabei findet er eine gute Balance zwischen den Weisheiten antiker Philosophen und dem Know How von modernen Verhaltensstudien und Produktivitätstechniken. Es ist sehr beeindruckend, wie konsequent und engagiert er zahlreiche Inhalte auf vielfältigen Medien veröffentlicht. Allein schon aus diesem Blickwinkel kann man seinen Tipps zu Fokus und Produktivität ernst nehmen.

Bildquelle: Brain Johnson Website

Eistee selbstgemacht

Eistee ist ein ideales Erfrischungsgetränk für den Sommer und erstaunlich einfach zuzubereiten.

Man mischt zwei Teelöffel seines Lieblings-Früchtetees mit einer kleinen Menge kochendem Wasser, wartet ein paar Sekunden und gießt es mit kaltem Wasser auf. Nach ca. 5-12 Stunden im Kühlschrank hat man ein ideales Sommergetränk.

Früher waren Apfel- oder Maracuja-Schorle mein Standardgetränk, bis ich irgendwann auf Wasser umgestiegen bin. Es mag langweilig klingen, doch es ist schlicht eine Gewöhnungssache. Für mich ist ein Glas Wasser inzwischen genauso erfrischend und lecker, wie früher eine Schorle. Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass es keinen Zucker hat. Für etwas Abwechslung an heißen Tagen ist jedoch Eistee ideal. Selbstgemachter Eistee ist fruchtig, erfrischend und ebenfalls nicht so unangenehm süß wie Säfte oder Softdrinks.

Für die oben beschriebene Cold-Brew-Technik habe ich mir in England eine Karaffe mit eingebautem Sieb von Whittard gekauft, die ideal in den Kühlschrank passt und auch auf dem Tisch gut aussieht. Es gibt diverse andere Modelle oder man nimmt einfach eine Glasflasche und gießt durch ein Sieb ein. Wem die Zubereitung mit kaltem Wasser zu lange dauert, der kann auch ganz normalen Tee kochen und danach über Eiswürfeln erkalten lassen. In Deutschland wird ein etwas aufgebauschtes Konzept dafür unter dem Namen Tea-Jay von Samova angeboten. Die Samova-Teesorten kann ich empfehlen.

Bildquelle: Whittard of Chelsea Online-Shop

Take The Stairs

Es gibt ein einfaches Rezept, das nicht nur gegen Bewegungsmangel hilft, sondern bei genauerer Betrachtung das Zeug zu einem Lebensmotto hat.

Laufe die Treppen, wann immer Du kannst.

Ich kam darauf, als ich durch die Bewegungsstatistik der iWatch feststellen musste, dass mein Aktivitätsniveau nicht besonders hoch war und von Tag zu Tag sehr schwankte. Auf der Suche nach Möglichkeiten für mehr Bewegung im Alltag beschloss ich, Rolltreppen und Aufzüge zu vermeiden und wann immer möglich, die Treppen zu laufen. Es war eine einfache Grundregel, die sich als erstaunlich effektiv herausstellte und ein Umdenken in vielen anderen Bereichen nach sich zog. Ich wurde deutlich mobiler und entschied mich immer öfter gegen den bequemen und für den aktiven Weg. Inzwischen laufe ich sogar täglich zur Arbeit und zurück.

Als ich vor einiger Zeit ein Personal Mission Statement formulierte, und darin die für mich wichtigsten Grundregeln und Lebensphilosophien in knapper Form zusammenfasste, fand sich dieser Lerneffekt in einem einfachen Satz wieder.

I take the stairs.

Es ist ein Symbol für den unbequemen Weg, auf dem man sich selbst und seine Fähigkeiten fordert aber gestärkt daraus hervorgeht. Ein Weg der durch Aktivität und Stärke geprägt ist, auf dem man selbstbestimmt und frei einen Schritt nach dem anderen geht und dabei immer besser wird. Ein Weg der immer leichter fällt, je öfter man ihn geht.

Bildquelle: Jake Hills via Unsplash

Maslow’s Pyramide

Als mir die Maslowsche Bedürfnisspyramide in einer Marketing-Vorlesung vorgestellt wurde, war mir nicht bewusst wie relevant dieses Konzept für jeden von uns ist. Auf der ersten Blick klingt alles logisch und einfach. Maslow beschreibt in Pyramidenform mehrere Ebenen menschlicher Bedürfnisse, die aufeinander aufbauen. Ganz unten als Basis physiologischen Bedürfnisse des Körpers, genügend Sauerstoff, Nahrung, Wärme und Schlaf. Auf der nächsten Ebene Schutzbedürfnisse für sich und seine Familie, zum Beispiel Sicherheit vor den Naturgewalten. Es folgen soziale Bedürfnisse, wie Liebe und Freundschaft, gefolgt von Individualbedürfnissen, wie Freiheit, Anerkennung und Stärke. Auf der obersten Ebene steht die Selbstverwirklichung, die beschrieben wird als der Versuch, sein persönliches Potential vollends auszuschöpfen. Tony Robbin’s Six Human Needs sind stark davon beeinflusst.

Es ist ein wichtiges Detail, das ich zunächst übersehen hatte, dass Menschen, sobald sie eine Ebene der Pyramide erreicht haben, unbewusst und automatisch dazu übergehen, die nächste Ebene anzustreben. Dieser Drang bzw. Automatismus kann dabei helfen, das eigene Verhalten und die Motivation von Menschen um uns herum, zu erklären. Personen denen es eben noch ausreichte das eigene Einkommen zu sichern oder einen Partner zu finden, streben kurze Zeit nachdem sie es erreicht haben nach mehr, z.B. nach persönlichen Leistungen und Anerkennung. Es ist eine grundlegende Verhaltensweise in uns Menschen, die wir alle teilen. Dabei ist es wichtig, dass man die Bedürfnisse der Reihe nach erfüllt. So nützt es wenig Prestige zu erreichen, ohne dabei die eigene körperliche Sicherheit gewährleisten zu können. Weiterhin kann es hilfreich sein im Auge zu behalten, auf welcher Stufe der Pyramide man sich selbst gerade befindet. So kann ein Blick auf die nächste Ebene dabei helfen, Schritte in die richtige Richtung für ein erfülltes Leben zu gehen.

Bildquelle: Dutch Renaissance Press, LLC.