Entwicklung künstlicher Intelligenz

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Auf dem Blog Wait But Why, von dem auch der hervorragende Artikel The Tail End stammt, wurde Anfang 2015 der Beitrag The AI Revolution veröffentlicht und hat meine Wahrnehmung des Themas künstliche Intelligenz stark beeinflusst. So halte ich es für möglich, dass die Singularity – also der Zeitpunkt, ab dem Maschinen in der Lage sind sich mit künstlicher Intelligenz und weitgehend autonom selbst weiterentwickeln – in den nächsten 20-30 Jahren bereits erreicht seien könnte. Was danach passiert ist ungewiss und AI-Fachleute beschreiben von Lösung aller vorstellbaren Probleme bis hin zum Ende der Menschheit eine große Bandbreite an Möglichkeiten. Nick Bostom, einer der führenden AI-Spezialisten, beschreibt die Herausforderung dabei sehr gut in seinem TED-Talk zu dem Thema.

Jeder bekommt mit, wie sich Technik in den letzten Jahren rasend schnell weiterentwickelt. Das von Peter Diamandis oft zitierte exponentielle Wachstum beschreibt, dass technischer Fortschritt nicht jedes Jahr um einen feste Größe steigt, sondern sich vervielfacht. Wie schnell das im Laufe der Zeit gewaltige Wachstumsraten annimmt, kennt man von der Weizenkornlegende. Das technologischer Fortschritt tatsächlich exponentiell wächst, spürt man im Alltag an der Leistungssteigerung von Computern, dem Wachstum von Speicherkapazität und der Entwicklung des Funktionsumfangs von Smartphones und Apps. Durch immer bessere Vernetzung von Experten für Kommunikation und Wissensaustausch sehe ich kein Ende für diese rasante Entwicklung in Sicht.

We use AI all the time in our daily lives, but we often don’t realize it’s AI. John McCarthy, who coined the term “Artificial Intelligence” in 1956, complained that “as soon as it works, no one calls it AI anymore.”

Wenn ein Computer Zugriff auf passende Sensoren und Programmierung hat, kann er Dinge ausführen die wir als intelligent beschreiben. So sind Computer die besten Schachspieler, schlagen Produkte vor, übersetzen Sprache in Text und in Fremdsprachen, fahren Autos, durchsuchen ungeheuer große Datenbestände rasend schnell. An jedem dieser Beispiele sieht man ebenfalls, wie vielfach überlegen ein Computer dem Menschen innerhalb von Spezialgebieten ist. Der Schritt zu einer vernetzten und schließlich umfassenden Intelligenz ist absehbar und logisch. Bei gleichbleibender Wachstumsrate wird dafür schon in wenigen Jahren genügend Rechenkapazität zur Verfügung stehen und schon jetzt gibt es dazu passende Modelle für Computerprogrammierung, genannt neuronale Netzwerke, die sich eigenständig weiterentwickeln können. Und von da an wird alles sehr schnell gehen:

It takes decades for the first AI system to reach low-level general intelligence, but it finally happens. A computer is able to understand the world around it as well as a human four-year-old. Suddenly, within an hour of hitting that milestone, the system pumps out the grand theory of physics that unifies general relativity and quantum mechanics, something no human has been able to definitively do. 90 minutes after that, the AI has become an ASI, 170,000 times more intelligent than a human.

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Ich kannte mich in den 90er Jahren schon gut mit Computern aus und hätte es für technisch unmöglich, ja gar absurd gehalten, dass wir heutzutage solch unglaubliche Datenmengen drahtlos auf unsere Smartphones übertragen können. Der Artikel ist eine gute Erinnerung daran, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis weitere technische Hürden genommen werden und das unmöglich erscheinende passiert. Ich bin daher sehr gespannt, was die nächsten Jahre im Bereich künstliche Intelligenz bringen werden. Es lohnt sich, dieses Thema im Auge zu behalten.

Bildquelle: John Hain via Pixabay

Newsreader

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Neben Newslettern gibt es noch eine zweite bewährte Methode, um bei Blogs oder Webseiten auf dem Laufenden zu bleiben: Newsreader. Ich persönlich nutze dieses Konzept seit Jahren und würde es am ehesten mit einer persönlichen Tageszeitung beschreiben, in der man sich die Inhalte aus unterschiedlichsten Quellen selbst zusammenstellen kann. Die Darstellung von Artikel in einem Newsreader ist sehr lesefreundlich, ähnlich dem Safari Lesemodus, und man kann Artikel diverser Websites auch offline, also z.B. auf Reisen im Flugzeug, lesen.

Wenn man einen Newsreader nutzen möchte, benötigt man zwei Komponenten: einen RSS-Dienst, der die persönlichen Abonnements verwaltet, und eine Newsreader-Anwendung, mit dem man die Artikel auf seinem Smartphone oder Computer abrufen kann.1 Die meisten Webseiten, Blogs und Nachrichten-Seiten bieten für RSS-Dienste sogenannte RSS-Feeds an, auf denen alle Artikel in vereinfachter Form abgelegt sind. Zunächst sollte man sich für den RSS-Dienst anmelden. Dieser verwaltet die persönliche Auswahl an Webseiten und behält den Überblick darüber, welche Artikel man schon gelesen hat. Ich nutze den kostenlosen Dienst Feedly aber es werden auch Feedbin, Feed Wrangler und andere Dienste empfohlen.

Als zweites entscheidet man sich für eine Newsreader-Anwendung. Feedly bietet eine eigene, kostenlose Anwendung an, die ich lange Zeit genutzt habe, die aber leider keine Offline-Funktionalität bietet. Inzwischen nutze ich Reeder auf dem iPhone, die zwar einmalig etwas kostet aber unter IT-Kennern einen hervorragenden Ruf genießt. Öffne ich die Reeder App werden mir alle neuen Artikeln von den mir ausgewählten Websites angezeigt und ich sie wahlweise in der App selbst oder auf der Website lesen. Ähnlich wie bei E-Mails wird dargestellt, welche Artikel man bereits gelesen hat und man kann thematisch ähnliche Webseiten gruppieren und chronologisch nach Veröffentlichungsdatum lesen.

Ich empfehle dringend Newsreader nicht für Nachrichtenseiten zu verwenden, da dabei zu viele Artikel auflaufen. Vielmehr kann man damit Blogs und fachspezifisiche Webseiten im Auge behalten, ohne regelmäßig dort nachschauen zu müssen.


  1. Es ist so ähnlich wie bei E-Mails, wo man einen Anbieter wählt (z.B. Gmail) und einen beliebige E-Mail-Software (z.B. Outlook oder Apple Mail) zum Abruf und Schreiben der E-Mails nutzt. 

Rückgängig-Funktion iPhone

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Wenn man ausversehen in einer App einen Text oder ein Element, z.B. eine Email, gelöscht oder falsch verschoben hat, sieht es oft so aus, als könne man es nicht mehr ungeschehen machen. Doch viele Apps nutzen eine wenig dokumentierte Rückgängig-Funktion von Apple.

Durch schütteln des iPhones oder iPads wird in vielen Apps ein Dialog aufgerufen, der anbietet den letzten Schritt rückgängig zu machen.

Und es gibt noch eine zweite Möglichkeit, die bei Texteingaben in vielen Apps funktioniert.

Auf der Querformat-Tastatur, die in vielen Apps durch Schrägstellen des Telefon aktiviert wird, ist ab dem iPhone 6 unten links ein Rückgängig-Knopf sichtbar.

Auf diese Weise lassen sich Texteingaben auch in mehreren Schritten Rückgängig machen. Obwohl dies anscheinend eine Standardfunktion von iOS ist, wird sie nicht in allen Apps durch Schaltflächen verfügbar gemacht.

iPhone Querformattastatur

Seit Jahren bin ich auf der Suche nach einer besseren Möglichkeit, Texte auf dem Telefon einzugeben. Obwohl ich mittlerweile das größte iPhone nutze, das iPhone 6S Plus, ist das Tippen von Texten auf der kleinen Telefontastatur viel zäher als am Laptop. Bluetooth-Tastaturen sind zwar eine Verbesserung, doch habe ich sie selten dabei.

Neulich habe ich durch Zufall die Querformattastatur, die durch Drehen des Bildschirms aktiviert wird, nähere Beachtung geschenkt. Sie unterscheidet sich erheblich von der normalen Hochformattastatur. Die zusätzliche Breite wird durch größere Buchstaben-Tasten und nützliche Knöpfe an der linken und rechten Seite genutzt. Es finden sich dort Pfeiltasten, um den Cursor nach links und rechts zu bewegen, Tasten für Copy-Paste, sowie einige Satzzeichen wie Punkt und Komma. Die Umstellung der Tastatur-Sprachen ist durch eine breite Taste und eine extra Emoji-Taste erheblich leichter. Sogar eine Taste für die Rückgängig-Funktion ist vorhanden.

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Querformattastatur-Layout auf iPhone 6S Plus

Zu meinem Erstaunen, fühlt es sich angenehm an, das Telefon im Querformat in den Händen zu halten und mit den Daumen zu tippen. Durch die gute Texterkennung des iPhones treffe ich die Buchstaben erstaunlich oft. Die Wortvorschläge oberhalb der Tastatur erweisen sich ebenfalls als nützlich. Ich vermute, dass ich mit etwas Übung bald ähnlich schnell Texte eingeben kann, wie mit dem Zehn-Finger-System auf einer Computertastatur. Schon jetzt schreibe ich die meisten Blogartikel komplett auf dem iPhone. Das erste Mal seit ich elektronische Geräte nutze, kann ich so Texte auf dem Rücken liegend eintippen – wahnsinnig gemütlich!

Ein Feature das iPhone 6S ist der berührungsempfindliche Bildschirm, genannt Force Touch. Lange Zeit habe ich ignoriert das man damit auf einfache Art und Weise in Texten navigieren kann. Drückt man kräftig mit dem Daumen auf die Tastatur, verwandelt sie sich in ein Touchpad. Man kann dann einen Cursor verschieben, wie man es vom Computer kennt. Drückt man erneut kräftig wird das aktuelle Wort markiert. Verschiebt man dabei den Cursor markiert man ganze Textpassagen. Auf diese Weise navigiert man erstaunlich schnell durch seine Texte, kann Dinge ergänzen, ersetzen oder Fehler korrigieren.

Die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, Texte auf dem Smartphone schnell und bequem einzugeben, sind enorm. Schon jetzt sind fast alle Anwendungen auf dem Smartphone verfügbar. Die Eingabe von Texten war bisher der limitierende Faktor. Kurze Texte tippe ich zwar noch immer mit einem Finger aber sobald es, z.B. eine Antwort in WhatsApp, etwas länger wird, drehe ich von nun an den Bildschirm und tippe im Querformat weiter.

iPhone Datennutzung im Ausland vorbereiten

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Zwar erlauben die heutigen Mobilfunktarife mehr und mehr kostenlose Nutzung einer gewissen Datenmenge im Ausland, insbesondere innerhalb der EU. Allerdings ist es mir schon passiert, dass das komplette Kontingent nach wenigen Tagen aufgrund von unnötigen Funktionen (z.B. Fotosynchronisierung im Hintergrund) verbraucht war. Das ist ärgerlich, wo doch die Nutzung des Smartphones gerade auf Reisen besonders praktisch sein kann.

Um auf Nummer sicher zu gehen, das vorhandene Datenvolumen im Ausland so effizient wie möglich einsetzen zu können, führe ich daher vor der Reise folgende Schritte durch:

Checkliste für effiziente Datennutzung im Ausland:

  • Datenroaming aktivieren
  • Alle Apps einzeln von mobiler Datennutzung ausschließen
  • Sinnvollen Apps Datenzugriff erlauben
  • WLAN-Unterstützung deaktivieren
  • Datenstatistik zurücksetzen
  • App-spezifische Datensparfunktionen aktivieren
  • Im Ausland permanent den Stromsparmodus nutzen

Zur Betonung: diese Einstellungen beeinflussen nur die Datennutzung im Mobilfunknetz, also unterwegs. Unabhängig davon, haben alle Apps grundsätzlich unbeschränkten Internetzugriff, sobald man sich in ein geeignetes WLAN einwählt (z.B. im Hotel oder einem Café).

Datenroaming aktivieren

Einstellungen \> Mobiles Netz \> Datenroaming „grün“. Das mache ich nur in Ländern, wo mein Tarif die Nutzung eines Datenkontingents ohne Mehrkosten erlaubt. In exotischen Ländern, z.B. in China, wo die Roaminggebühren zu hoch sind, schalte ich Datenroaming explizit aus und besorge mir vor Ort eine lokale SIM-Karte oder einen mobilen WLAN-Hotspot, was dann erheblich günstiger ist.

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Alle Apps ausschließen

In den Einstellungen (Mobiles Netz) runterscrollen und die komplette Liste der Apps einzeln, App für App, von der Verwendung mobiler Daten ausschließen. Das macht deswegen Sinn, da manche Apps erstaunlich viele Daten im Hintergrund abfragen. Insbesondere Fotos und Podcasts oder die Mail-App sind erstaunlich datenhungrig unterwegs, und es hat kaum Nachteile, sie nur bei Verbindung mit einem WLAN zu nutzen.

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Sinnvollen Apps Datenzugriff erlauben

Für auf Reisen sinnvolle Apps, schalte ich die Verwendung mobiler Daten nun wieder ein. Meine typischen Kandidaten sind:

  • WhatsApp
  • Nachrichten (iMessage)
  • FaceTime
  • Google Maps

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Jede App, die von der Internetnutzung ausgeschlossen ist, wird bei erstmaliger Nutzung unterwegs darauf hinweisen und anbieten, die mobilen Daten im Bedarfsfall wieder einzuschalten. So kann man die Liste freigeschalteter Apps während der Reise noch erweitern.

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WLAN-Unterstützung deaktivieren

Diese relativ neue Funktion beschleunigt die Geschwindigkeit von langsamen WLANs durch die eingeschränkte Nutzung mobiler Daten. Nett gemeint aber im Ausland in der Regel unerwünscht.

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Statistiken zurücksetzen

Das fördert die Transparenz über verbrauchte Daten und das noch verfügbare Kontingent. Der Datenverbrauch wird für jede App einzeln aufgeführt, sodass man vor komplettem Verbrauch des Datenvolumens noch reagieren kann, falls eine App mehr Daten verbraucht als vermutet. Mit der Statistik in der Hinterhand kann man erstmal alle Komfortfunktionen drauf los nutzen (z.B. Navigation mit Google Maps, Messengerdienste, etc.) und sein Verhalten bei Bedarf schrittweise anpassen.

App-spezifische Datensparfunktionen aktivieren

WhatsApp

In WhatsApp werden erhaltene Videos und Fotos normalerweise automatisch heruntergeladen. Dieser automatische Download kann praktischer Weise auf die Verbindung mit einem WLAN beschränkt werden. In WhatsApp: Einstellungen \> Datennutzung auf nur WLAN stellen.

Wenn man nun unterwegs ein Foto oder Video geschickt bekommt, wird es als Grobvorschau zusammen mit einem Download-Pfeil angezeigt. Man kann dann Fall für Fall entscheiden, ob man es sofort runterläd oder auf das nächste WLAN wartet.

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Google Maps Offline Karten

In Google Maps können Kartenbestandteile (z.B. das Urlaubsziel) für die Offline-Nutzung heruntergeladen werden. So werden nur minimale Daten bei der Nutzung unterwegs verbraucht.

In der Google Maps App im Menu der Punkt Offlinekarten, dann das Plus drücken und den gewünschten Kartenabschnitt wählen. Ein großes Areal kann mehrere Gigabyte Speicherplatz auf dem Telefon benötigen. Wenn man den hat, ist das aber kein Problem. Google Maps fragt sogar nach einem Monat automatisch nach, ob die Karten wieder gelöscht werden können.

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Musik, Videos und sonstige Medien

Viele Mediendienste für Musik und Videos, z.B. Spotify, Apple Music oder Amazon Prime Video, bieten den Download von Inhalten für die Offlinenutzung an. Vor einer Reise lohnt es sich daher, ein paar interessante Inhalte für die Nutzung unterwegs herunterzuladen.

Auch Bücher lassen sich über die Kindle-App auf dem Telefon bereitstellen oder Magazine als PDF oder in den jeweiligen Leseapps. Es lohnt sich hier noch mal kurz drüber nachzudenken.

Im Ausland den Stromsparmodus permanent nutzen

Auf Reisen lohnt es sich, den Stromsparmodus des iPhones permanent aktiviert zu lassen. Dadurch hält nicht nur der Akku erheblich länger durch, es werden auch viele Hintergrundaktivitäten abgeschaltet, die folglich auch keine Daten verbrauchen können.

Dieser Punkt ist besonders praktisch, wenn man einen mobilen WLAN-Hotspot nutzt, z.B. das Telefon eines Mitreisenden. Das iPhone würde normalerweise das gleiche Verhalten wie in einem festen WLAN an den Tag legen und rücksichtslos Daten verbrauchen (z.B. Updates ziehen, Fotos synchronisieren, Podcasts laden, etc.). Der Stromsparmodus verhindert dieses Verhalten und schont den Datenverbrauch automatisch mit.

Smartphone-Autohalterung

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Für mich gehört eine Smartphone-Halterung im Auto heutzutage zur wichtigsten Grundausstattung. Stets unmittelbar nach dem Einsteigen platziere ich dort mein Telefon. Natürlich verfüge ich über eine Freisprecheinrichtung, aber viele Smartphones Apps sind hervorragend für die Nutzung im Auto geeignet – allen voran Google Maps zur Navigation und Spotify oder Apple Music für Musik – und das geht auch mit dem Ablesen des Smartphone-Bildschirms einher.

Für die Sicherheit und den Komfort ist es wichtig, dass die Halterung möglichst weit oben am Armaturenbrett angebracht werden kann, um den Blick so wenig wie möglich von der Straße wegzurichten. Auch dann muss man sich über eine – je nach Grad der Nutzung – reduzierte Aufmerksamkeit bewusst sein, aber wenigstens bleibt die Straße weiterhin im Sichtfeld und aufleuchtende Bremslichter lassen mich sofort wieder auf die Straße schauen.1

Ich kann zwei Autohalterungen uneingeschränkt empfehlen: das ProClip-System von Brodit als permanente Lösung und Kenu Airframe als flexible Klemme für Mietwagen oder als Test.

Brodit ProClip System

Das Brodit-System besteht aus zwei Elementen, die man einzeln kauft und miteinander verschraubt. Das eine Element passt zum Auto, es lässt sich ohne Schrauben in das Armaturenbrett einklemmen und mit Klebestreifen fixieren. Für viele populäre Automodelle gibt es unterschiedliche Elemente für verschiedene Positionen, z.B. alternativ links und rechts vom Lenkrad. Ich habe mich für den Lüfter rechts vom Lenkrad entschieden.

Das zweite Element passt zum Handy. Auch für viele Handys gibt eine breite Auswahl an Varianten, für das iPhone z.B. mit Ladeanschluss, als flexible Klemme damit unterschiedliche Schutzhüllen verwendet werden können oder mit samtweicher Oberfläche, damit ein Telefon ohne Hülle nicht zerkratzt wird. Ich habe mich für Letztere entschieden.

Das Resultat fügt sich nach meinem empfinden ideal auch in hochwertige Armaturen ein und schafft den perfekten Platz fürs Handy. Den etwas klobig wirkenden Brodit-Aufkleber kann man ruhig beherzt von der Halterung ablösen.

Kenu Airframe

Die flexible Klemme von Kenu ist ein pfiffiges System, dass Handys in verschiedenen Breiten aufnimmt und sich an den Lüftungsgittern fast aller Fahrzeuge2 befestigen lässt. Es ist so klein, dass ich es in meinem Every-Day-Carry aufgenommen habe, damit es mir auch beim spontanen Einsatz im Car-Sharing-Fahrzeug zur Verfügung steht. Man muss darauf achten, dass grosse Smartphones, z.B. das iPhone Plus die breitere Version Airframe+ benötigt. Die Lösung ist von so hoher Qualität, dass ich sie sogar als permanente Lösung empfehlen kann und Freunde von mir (denen das Armatur-Layout ihres Autos auch bei Nichtnutzung wichtig ist) es als solche nutzen.

Lademöglichkeit

Je mehr man das Handy im Auto für die Navigation oder Musikwiedergabe nutzt, desto mehr Sinn macht auch eine Lademöglichkeit. Ich empfehle das Spiralkabel von Griffin, da es kompakt verstaut werden kann und für unterschiedliche Abstände noch gut aussieht und ein hochwertiges KFZ-Ladegerät (z.B. dieses Modell von Wicked Chili) für den Zigarettenanzündere. Für Wenignutzer mag es Sinn ergeben, statt Zigarettenanzünder-Ladegerät einen mobilen Akku in sein Tagesgepäck aufzunehmen.


  1. Bei der Bedienung des Handys in der Hand – was bei Vielen vorsichtshalber auf Höhe des Schaltknüppels in der Mittelkonsole erfolgt – ist die Ablenkung meines Erachtens erheblich größer. 
  2. Mit Ausnahme der neuen Mercedes A-Klasse, wie mir von einem guten Freund berichtet wurde. Zudem suche ich noch die optimale Stelle beim neuen SMART. 

Safari Lesemodus

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Eine komfortable Funktion zum Lesen und Versenden von Artikeln bietet der Safari-Browser auf iPhones, iPads und dem Mac. Längere Text lassen sich damit erheblich angenehmer lesen, insbesondere auf kleinen Bildschirmen.

Durch das Striche-Symbol oben links in der Adressleiste kann der Lesemodus aktiviert werden. Der Text wird dann klar lesbar dargestellt und fast alle unnötigen Website-Elemente werden entfernt.

Der Lesemodus wird dann angeboten, wenn es technisch möglich ist, den Textinhalt vom Rest der Seite zu unterscheiden. Das ist bei den meisten News-Seiten und Blogs der Fall.1 Da inzwischen auch viele Firmenwebsites auf Blogsystemen basieren, steht er auch dort oftmals zur Verfügung.

Ein weiterer Vorteil des Lesemodus ist mir nur durch Zufall aufgefallen.

Wählt man im Lesemodus aus, den Artikel per Mail zu versenden, wird neben dem Link auch der komplette Text des Artikels in die E-Mail eingefügt.

So kann der Empfänger den Artikel in seinem Mailprogramm lesen, ohne extra auf eine Link klicken zu müssen. Mit dieser Methode lassen sich Artikel auch einfach archivieren, indem man sie z.B. per E-Mail an Evernote weiterleitet. Tatsächlich ist das meine Hauptmethode, um interessante Texte für die Zukunft zu speichern.


  1. Auf der Startseite dieses Blogs funktioniert der Lesemodus nicht, da hier mehrere Artikel im Volltext dargestellt werden. Ruft man jedoch (z.B. durch einen Klick auf die Überschrift) den Artikel direkt auf, wird der Lesemodus angeboten. 

iPhone Fotografie-Tipps

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Mit dem iPhone kann man erstaunlich gute Fotos aufnehmen. Dabei lohnt es sich, insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen, für jedes Foto folgende Schritte durchführen:

1. Motiv: Telefon auf Motiv ausrichten
2. Fokus: Objekt antippen, was fokussiert werden soll (fokussiertes Objekt erhält gelben Rahmen)
3. Helligkeit: Nach oben oder unten wischen, um die Helligkeit anzupassen (kleines Sonnensymbol auf Skala erscheintt)
4. Auslösen: Knipps!

Zu 1) Motiv: Um das Motiv besser ausrichten zu können, lohnt sich die Aktivierung des Rasters unter „Einstellungen > Fotos & Kamera > Kamera“. Zoomen sollte man vermeiden, da die Bildqualität leidet und ein digitaler Zoom auch im Nachhinein per Bildbearbeitung auf das Foto anwendbar ist.

Zu 2) Fokus: Einmaliges drücken stellt das Objekt scharf, länger gedrückt halten stellt ebenfalls scharf und vermeidet, dass bei Bewegung automatisch neu fokussiert wird („AE/AF Sperre“).

Zu 3) Helligkeit: Insbesondere die Einstellung der Helligkeit (engl. „Exposure“) ist eine häufig übersehene Funktion, da sie erst mit iOS 8 hinzugefügt wurde. Ich wische inzwischen oft vor dem Auslösen eines Fotos mehrfach nach oben und unten hin und her, um vor der Aufnahme ein Gefühl für eine angenehme Helligkeit zu entwickeln. Den Blitz habe ich grundsätzlich deaktiviert und schalte ihn nur in Ausnahmefällen ein.

Zu 4) Auslösen: Neben der runden Fläche auf dem Display kann man auch die Leisertaste am Rand als Auslöser verwenden (wichtig für Selfies mit der Hauptkamera). Bei eingestecktem Kopfhörer können auch die Lauter-/Leistertasten zur Aufnahme verwendet werden, was Erschütterungen des Telefons vermeidet. Durch gedrückt halten des Auslösers wird eine Bildserie aufgenommen, aus der man sich später das beste Bild auswählen kann.

Ein Tipp zur Haltung des Telefons mit einer Hand: Greift man mit der flachen Hand hinter das Smartphone im Querformat und klappt dann Zeigefinger und kleinen Finger ein, kann man das Telefon einklemmen und erreicht mit dem Daumen sogar noch das Display zum Auslösen.

Bildquelle: Jordan McQueen via Unsplash

Newsletter

E-Mail-Newsletter sind, neben Feeds (RSS), eine der besten Möglichkeiten, um sich bewusst ausgewählte Informationen über Interessengebiete, Firmen oder Personen zukommen zu lassen. Ich kann jedem empfehlen, sich mit diesem Medium vertraut zu machen und es aktiv zu nutzen.

Die Art des Newsletters spielt dabei eine wichtige Rolle. Keinesfalls meine ich typische Shop-Newsletter, die Produkte bewerben und zum Kauf anregen. Ich meine vielmehr Newsletter, die Fachleute, Vereine aber auch Firmen dazu nutzen, um mit Ihrer Gemeinschaft in Kontakt zu bleiben. Auf diese Weise kommen für mich nützliche und relevante Informationen automatisch und bequem in meinen Posteingang.

Es gilt, im Umgang mit Newslettern eine passende Technik zu entwickeln. Hier ein paar meiner persönlichen Erfahrungswerte:

  1. Schnell abonnieren, schnell abbestellen
    Wenn man auf einer interessanten Website ist, kann man ruhig schnell mal zum Test den Newsletter abonnieren. Man hat sofort den Vorteil, dass man zu einem zukünftigen Zeitpunkt (bei Erhalt des Newsletters) erneut an das Thema erinnert werden wird. Wenn man merkt das es zu viel wird oder die Nachrichten nicht begeistern, kann man schnell wieder abbestellen. Ein Newsletter ist keine Verpflichtung.

  2. Nachrichten nicht ungelesen aufbewaren
    Wenn man merkt, dass man einen Newsletter E-Mail an einem Tag nicht gelesen hat, sollte man sie löschen oder archivieren. Es ist wichtig, sein E-Mail Postfach frei für wichtige Dinge zu halten und nicht mit optionalen Lesestoff zu verstopfen. Newsletter bei denen man mehrere Ausgaben ungelesen gelöscht hat, würde ich empfehlen abzubestellen.

  3. Anzahl Abos nicht zu groß werden lassen
    Ich abonniere nur wenige Newsletter. Ungefähr drei die mir am Herzen liegen. Im Zeitraum von mehreren Monaten und Jahren wechseln diese, je nachdem welche Themen gerade für mich wichtig sind. Zusätzlich eine Handvoll solcher, die nur selten erscheinen aber mich an Firmen oder Personen erinnern.

Google Maps App

Auf meinem iPhone ist Google Maps eine der häufig genutzten Apps, aus folgenden Gründen:

Orte finden

Anhand des Namens von Restaurants, Geschäften, Museen, etc. kann ich umgehend Informationen wie Adresse, Telefonnummer, Website und sogar Öffnungszeiten ablesen. Das bevorzuge ich mittlerweile der normalen Google Suche, da das Suchergebnis dort immer anders aussieht und man Informationen wie Adresse und Öffnungszeiten auf den Webseiten immer erst suchen muss. Es ist also ein idealer Startpunkt für vielfältige Aktivitäten und Recherchen.

Fahrtweg planen (im Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln)

Zunächst hilft die Kartenansicht, sich zu orientieren und den Ort besser einschätzen zu können. Durch einen Klick kann man die Wegbeschreibung aufrufen. Beim Auto begeistern mich die akkuraten Prognosen von Stau und ungefährer Ankunftszeit jedes Mal aufs Neue. Inzwischen ist auch die Anzeige der öffentlichen Verkehrsmittel in vielen Städten sehr praktisch.
Trotz eines „großen Navis“ im Auto verwende ich inzwischen ausschließlich Google Maps zur Navigation. Die einfache Zieleingabe, die Aktualität der Straßendaten, die aktuelle Stauprognose und brandneu, das einfache Hinzufügen von Zwischenzielen, sind nützlich und hervorragend umgesetzt.

Orte speichern (mit Sternen)

Ein Geheimtipp von Google Maps ist die Markierung von Orten mit einem Stern. Man kann sich in der App mit seinem Google Konto anmelden. Beim Aufruf eines Standorts oder einer gesetzten Stecknadel (langes Drücken auf die Karte) kann man Orte nun mit einem Stern markieren und neuerdings sogar Beschreibungstexte hinzufügen. Aud diese Weise markierte Orte stehen in Zukunft auch auf dem Computer im Browser bei Google Maps zur Verfügung.

Die so mit der Zeit gesammelten Sterne helfen mir bei der Orientierung und bringen mich immer mal wieder auf gute Ideen, was man in der Nähe noch so machen kann. Im Laufe der Zeit habe ich sowohl im Urlaub als auch Zuhause schon viele Sterne gesammelt. Gerade im Urlaub, wo man nur wenige Tage zur Orientierung hat, hilft mir das enorm.

Weitere Tipps & Tricks

  • Force Touch (ab iPhone 6S) auf das App-Ikon bietet eine Abkürzung für die Navigation nach Hause und zur Arbeit an.
  • Erster Klick auf das Standortsymbol (Kreis unten rechts in der Karte) zeigt den aktuellen Standort, ein zweiter Klick wechselt in den Kompassmodus, der die Orientierung mit Hilfe des Handys erleichtert.
  • Langes drücken auf eine Stelle in der Karte zeigt die ungefähre Adresse, ermöglicht den Aufruf von Google Street View und weiteren Optionen (wie Markierung mit Stern und versenden der Adresse als Nachricht oder Mail).
  • Die Eingabe eines Suchbegriffs sucht primär im dargestellten Kartenabschnitt. Es lohnt sich daher manchmal erst einen Bereich anzuzeigen und dann nach einem Namen oder einem Suchbegriff (z.B. Coffee Shop) zu suchen.