Textersetzung am iPhone

Im Vergleich zu einem Computer fällt die Texteingabe auf dem Smartphone schwer. Die Textersetzungsfunktion spart merklich Zeit und Mühe bei der Eingabe häufig verwendeter Texte. In einer Zeit von E-Mail und WhatsApp kann jeder davon profitieren, wenn man nur einmal kurz über seinen Schatten springt. Die Herausforderung besteht darin, ein einziges mal1 den Text und eine passende Abkürzung anzulegen.

Das Prinzip funktioniert so, dass man den Langtext angibt, zum Beispiel „Danke und viele Grüße“ und eine geeignete Abkürzung, in diesem Fall würde ich „dankv“ empfehlen. Tippe ich dann egal an welcher Stelle und egal in welcher App den Kurztext, wird mir darüber der Langtext angeboten. Durch Leerzeichen oder Enter kann der Text sofort ersetzt werden. Tippe ich einfach weiter, weil der Kurztext Bestandteil eines anderen Worts ist, wird er ignoriert.

Beim iPhone findet sich die Textersetzung unter Einstellungen > Allgemein > Tastatur > Textersetzung

Lege jetzt gleich folgende Kurztexte an und spare in Zukunft Zeit:

Deine E-Mail-Adresse: h.mueller@gmail.com > h.m@

Deine Straße: Am Birkenstamm 180 > amb oder Oranienburger Str 2 > ora

Dein übliche Grußformel: Viele liebe Grüße > viell

Es gibt meiner Erfahrung nach, zwei Dinge bei der Wahl des Kurzbefehls zu berücksichtigen:

  1. Keine Wortendungen. Zumindest bei Apple-Geräten ist es so, dass ein Leerzeichen oder Enter nach dem Kurzbefehl als Auslöser gewertet wird. Würde ich also „da“ als Kurzbefehl wählen, würde beim tippen von „da hinten“ nach dem Leerzeichen plötzlich die Textersetzung erfolgen. Das kann man vermeiden, indem man Kurzbefehle verwendet, die sprachlich unmöglich eine Wortendung sein können.
  2. Identischer Beginn. Zumindest mir geht es so, dass ich oft erst während des lostippens daran denke, dass ich eine Textersetzung dafür definiert habe. Mindestens die ersten drei Buchstaben wähle ich daher so, dass sie mit dem Langtext übereinstimmen.

  1. Bei Apple-Geräten steht eine einmal definierte Textersetzung auf allen Geräten (iPhones, iPads und Macs) zur Verfügung. 

Sanfte Weckmelodie

2016-04-25 sanfte-weckmelodie v01

Eine so einfach, wie geniale Idee, habe ich im letzten Jahr im Tim Ferriss Podcast aufgeschnappt:

Die Weckermelodie seines Telefons vom Standard auf einen sanften Weckton umzustellen und Vibration abzuschalten, lässt den Tag deutlich angenehmer beginnen!

Die Einstellung dafür findet sich beim iPhone im Wecker selbst, also in der Uhr App. Dort wo man die Weckzeit bearbeitet, gibt es auch die Einstellung „Ton“. Dort habe ich von Radar (Standard) auf „Klassisch > Grillen“ gewechselt und darunter die Vibration deaktiviert.

Zwar nutze ich das iPhone nur in Ausnahmefällen als Wecker, zum Beispiel auf Reisen, aber ich habe kurz darauf eine deutliche Verbesserung gemerkt. Insbesondere die Vibration erzeugt auf vielen Nachttischen ein unangenehmes Surren, dass äußerst unsanft weckt.

Einfach mal ausprobieren und den Tag angenehmer beginnen!

Bildquelle: Thom via Unsplash

Podcasts

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Wie Radio, nur moderner und on demand. Was Youtube im Vergleich zu Videos und Fernsehen ist, sind Podcasts für Audio und Radio.

Früher hörte ich im Auto Musikradio, später wechselte ich zu Inforadio, wo mich neben den Nachrichten auch die vielfältigen Reportagen interessierten. Da ich die Sendung Aufgegabelt mit Berliner Restauranttipps sehr mochte, aber zu den Zeiten der Ausstrahlung nicht immer im Auto saß, abonnierte ich die Sendung als Podcast. Von da an wurde ich über jede neue Folge informiert, konnte sie zuhause auf das Smartphone laden und dann bequem unterwegs im Auto hören. Radio-on-Demand eben.

Es dauerte nicht lange, da wurde ich auf das riesige Angebot an weiteren Podcasts aufmerksam. Neben professionellen Radiostationen kann auch jeder Mensch mit einem Mikrofon eine eigene Podcast-Sendung aufzeichnen und bereitstellen. Im Prinzip wie bei Youtube, mit ähnlichem Ergebnis. Ein Angebot mit großer Vielfalt und einer gewissen Unübersichtlichkeit. Wenn man sich davon nicht abschrecken lässt, findet man in Podcasts die perfekte Unterhaltung/Lernmöglichkeit für unterwegs. Ein kostenloses Hörbuch „Light“ sozusagen.

Podcasts sind für den Konsum über das Smartphone optimiert. Apple und Android bieten jeweils die großen Podcast-Kataloge (die Download-Platformen) an, sowie passende Apps, die auf jedem Smartphone bereits vorinstalliert sind. Man kann durch die Suchfunktion einzelne Podcast-Episoden finden und anhören und bei Interesse die komplette Sendung abonnieren. Dann wird man über zukünftig erscheinende Folgen informiert und sie werden auf Wunsch automatisch auf das Telefon geladen.

Jeder kann es sofort ausprobieren. Um als Einstieg interessante Inhalt zu finden, würde ich folgende Überlegungen vorschlagen:

  • Gibt es eine Radiosendung, die man gerne hört? Zum Beispiel eine Interview-Sendung, Film-Tipps oder Restaurant-Empfehlungen? Dann lohnt es sich danach im Podcast-Verzeichnis zu suchen.
  • Gibt es eine Persönlichkeit, deren Meinung man schätzt? Zum Beispiel Fachleute aus dem Bereich Sport, Ernährung oder Gesundheit? Viele Experten haben eine eigene Podcast-Sendung oder sie wurden bereits als Gast in einer Sendung interviewt.
  • Gibt es ein Fachgebiet, an dem man privat oder beruflich interessiert ist? Zum Beispiel Unternehmensführung, Sprachen, Fotografieren oder moderne Technik? Auch hier gibt es eine Vielzahl von themenspezifischen Podcasts, nach denen man suchen kann.

Ich persönlich höre Podcasts nur Unterwegs, hauptsächlich auf dem Weg zur Arbeit. Für mich sind sie mit der Zeit zur besten Form der Audio-Unterhaltung/-Forbildung geworden und ich kann jedem empfehlen es mal auszuprobieren.

Bildquelle: Corey Blaz via Unsplash

Google Bildersuche umgekehrt

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Eine sehr praktische und relativ unbekannte Funktion der Google Bildersuche versteckt sich hinter dem kleinen Kamerasymbol im Eingabefeld. Dort bietet Google die Möglichkeit, selbst ein Bild hochzuladen oder per Link darauf zu verweisen. Als Suchergebnis erhält man eine Liste von Webseiten, auf denen dieses oder ein ähnliches Bild verwendet wird.

Immer wieder stelle ich fest, dass diese umgekehrte Bildersuche nicht besonders geläufig ist. Vielleicht liegt es daran, dass sich ihr Nutzen nicht sofort erschließt. Hier beispielhaft ein paar Situationen, bei denen mir die Suche per Bild in der Vergangenheit geholfen hat:

  • Auf einer Vermittlungsseite für Ferienhäuser sah ich einen Eintrag ohne genaue Anschrift des Objektes. Durch die Suche mit dem Foto stieß ich auf weitere Inserate mit genauer Anschrift und die Homepage des Besitzers, bei dem das Haus sogar zu einem geringeren Preis angeboten wurde.
  • Auf Basis eines selbsterstellten Fotos einer historischen Maschine, konnte ich die Modellbezeichnung herausfinden und weitere Informationsquellen recherchieren. Dabei fiel auf, wie gut die Suche nach ähnlichen Bildern funktioniert. Das Foto was mir vorlag, gab es so nicht an anderer Stelle.
  • Manche Online-Shops führen Produkte unter einer Eigenmarke und eigenem Namen, benutzen aber die Produktfotos des Herstellers. So habe ich einst per Bildersuche alternative Einkaufsmöglichkeiten für baugleiche Gartenmöbel gefunden.
  • Wenn ich für einen Blogartikel oder eine Präsentation passende Bilder in mäßiger Qualität finde, suche ich über die Bildersuche nach Quellen mit höherer Bildauflösung.
  • Durch abfotografieren eines Gemäldes oder Fotos gelingt es in der Regel auch ohne einen Namen nähere Details zu einem Kunstwerk herausfinden.

Es lohnt sich diese Möglichkeit im Hinterkopf zu behalten, um sie als Ausgangspunkt für Recherchen zu verwenden. Auf dem Smartphone benötigt man die Google Chrome App für das hochladen eines Bildes, auf dem Computer funktioniert es mit jedem beliebigen Browser.

Stromsparmodus iPhone

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Die Nützlichkeit des neuen Stromsparmodus für das iPhone habe ich lange Zeit stark unterschätzt. Eine iPhone-Ladung hält für mich bei normaler Benutzung einen kompletten Tag – seit ich das iPhone 6S Plus habe sogar bis zu zwei Tage. An aktiven Tagen jedoch, z.B. auf Reisen, hält der Akku oftmals nicht den ganzen Tag lang durch. Der Stromsparmodus hat dieses Problem gelöst.

An besonderen Tagen aktiviere ich den Stromsparmodus des iPhones direkt nach dem aufladen, wenn der Ladezustand noch bei 100% ist.

Typische Anlässe dafür sind Reisen, Ausflüge oder Tage mit erheblichen Aktivitäten (z.B. Messebesuche oder Workshops). Der Stromsparmodus aktiviert dann ein paar Einschränkungen die sich bei genauerer Betrachtung als kaum wichtig herausstellen.

  • Die Helligkeit des Displays wird etwas verringert und es schaltet früher ab, wenn keine Berührung mehr erfolgt.
  • Die Hintergrundaktualisierung wird deaktiviert. Sie bietet unter normalen Umständen den Komfort, dass Daten häufig verwendeter Apps – z.B. E-Mails, Nachrichten, Verkehrsdaten oder Fotos – regelmäßig im Hintergrund geladen werden. Anwendungen starten dadurch zwar etwas schneller, die Ladevorgänge im Hintergrund Verbrauch jedoch auch nicht unerheblich viel Strom.
  • Kleinere Features, wie die WLAN-Suche, Hey Siri, visuelle Effekte, etc. Hier eine komplette Liste von Apple.

Ich kann jedem iPhone-Besitzer wärmstens empfehlen, den Stromsparmodus auszuprobieren und sich anzugewöhnen, ihn an besonderen Tagen (insbesondere auf Reisen) grundsätzlich zu aktivieren.

Zusätzliche Tipps

Besitzer eines iPhone-Modells mit 3D-Touch-Display (ab iPhone 6S) können fest (Force Touch) auf das Einstellungs-Symbol drücken, um eine Abkürzung zur Batterieeinstellung zu nehmen.

2016-04-08 iphone-stromsparmodus force-touch v01

Selbstredend rate ich dazu, die Einladung von Apple den Stromsparmodus zu aktivieren anzunehmen, sobald der Ladezustand auf 20% gesunken ist. Auch diese habe ich lange Zeit weggedrückt, ohne den Nutzen der dadurch noch etwas verlängerten Laufzeit zu realisieren.

2016-04-08 iphone-stromsparmodus hinweis-20-prozent v02

Weitere Quellen: