Everybody Has a Plan Until

2016-08-02 everybody-has-a-plan-until v01

Ein einfaches aber bemerkenswerte Zitat von Mike Tyson läuft mir regelmäßig über den Weg:

Everybody has a plan until they get punched in the face.
– Mike Tyson

Wir leben in einer historisch unvergleichbar erforschten und vorhersehbaren Welt, in der Prognosen und detaillierte Pläne in fast allen Lebensbereichen zur Normalität gehören. Dabei kann man leicht vergessen, dass viele Dinge noch immer außerhalb der eigenen Kontrolle liegen. Zu jedem Zeitpunkt besteht die Möglichkeit, dass unvorhergesehene Ereignisse mit enormer Wucht eintreffen. Die nüchternen Worte einer Urgewalt wie Mike Tyson symbolisieren diesen Umstand für mich perfekt. Das bedeutet nicht, dass man diesen Ereignissen hilflos ausgesetzt ist und nichts dagegen tun kann.

We don’t rise to the level of our expectations, we fall to the level of our training.
– Archilochus

Wie in einem Boxkampf können Training und die richtige Vorbereitung einen enormen Unterschied machen. Auch Planung kann einen Teil dazu beitragen. Sie stellt einen wichtigen Teil der Vorbereitung dar und kann in vielen Situationen auch tatsächlich zum Einsatz kommen. Doch manchmal werden sich Pläne als ungeeignet erweisen und es muss improvisiert werden. Dann zählt Erfahrung, Können und Flexibilität. Anthony Iannarino nennt diese Fähigkeit Situational Knowledge. Es ist die Erfahrung, in verschiedensten Umständen über konkretes Wissen zu verfügen und dieses einzusetzen. Wer sich nur auf seine Pläne verlassen muss, kann unter Umständen vor die Wand fahren.

Via Negativa

In dem genialen Buch Antifragile leitet Nassim Taleb aus seinen Beobachtungen und Theorien viele praktische Grundregeln für den Alltag ab. Eine, die ich mir besonders eingeprägt habe, nennt er Via Negativa.

Via Negativa: The focus on what something is not. A recipe for what to avoid. Subtractive knowledge (you know what is wrong with more certainty than you know anything else).

Die Idee dahinter ist, dass man oftmals besser feststellen kann, was nicht zum Ziel führt oder zur Lösung beiträgt, als umgekehrt. Es ist die Grundeinstellung, Probleme nicht durch das Hinzufügen, sondern durch das Weglassen von Dingen zu lösen.

Aftershave ist für mich ein banales aber anschauliches Beispiel dafür geworden. Als Teenager habe ich gelernt, nach der Rasur Aftershave zu benutzen, um die Reizung der Haut zu beruhigen. Da ich in letzter Zeit probiere, unnötige Chemikalien auf der Haut zu vermeiden, habe ich eine Zeit lang das Aftershave weggelassen und tatsächlich keinen Unterschied bemerkt. Gleiches gilt für die Vibrationsfunktion meines modernen Nassrasierers, an die ich mich ebenfalls gewöhnt hatte, die aber dem Funktionstest ebenfalls nicht standhielt. Für mich war beides eine gute Erinnerung daran, meine Gewohnheiten und Techniken regelmäßig kritisch zu hinterfragen, und im Zweifel zeitweise wegzulassen.

In dem Buch betont Taleb immer wieder den Nutzen von althergebrachten Lösungen, die sich schon Jahrhunderte lang etabliert haben. Das kann bei der Auswahl der Streichkandidaten helfen. So halte ich es für keine gute Idee, Gemüse aus seinem Speiseplan zu streichen, Nahrungsergänzungsmittel oder Vitaminpräparate kann man meines Erachtens jedoch gerne auf den Prüfstand stellen.

Leave the Restaurant

If you don’t like the menu, leave the restaurant.
Chris Brogan

Dieses Zitat mag ich sehr, weil es auf viele Situationen passt und als Lösung eine selbstbewusste Handlung vorschlägt. Manchmal findet man sich in einer Umgebung wieder, wo die Umstände eng vorgegeben sind, so wie hier symbolisiert durch die Speisekarte eines Restaurants. Man hat noch nicht bestellt und eigentlich alle Freiheiten, doch man neigt dazu Kompromisse einzugehen, und etwas aus der vorhandenen Auswahl zu bestellen. Man ahnt schon, dass es einem nicht schmecken wird und zahlt am Ende doppelt, mit der Rechnung und dem schlechten Gewissen.

You get, what you tolerate.
via Tony Robins

Rechtzeitig auf sein Bauchgefühl zu hören und selbstbewusst neue Optionen zu suchen, rechtzeitig aufzustehen und das Restaurant zu verlassen, ist ein mutiger Schritt. Nicht verpönt oder verboten aber unangenehm und mit Aufwand verbunden und gegen das, was allgemein erwartet wird. Es ist manchmal der einzig richtige Schritt und doch geht man ihn viel zu selten.

Überzeugung wirkt

“If someone is successful in business, they have a certain set of beliefs about business that drive their decisions and their actions. If they’re successful in sales, they have a philosophy, a belief structure that supports that success. This is true for wealth, marriage, family, relationships, health, happiness, and every other area of life.”
– Anthony Iannarino

Es ist leicht zu vergessen, dass einer der wichtigsten Einflüsse unseres Lebens die eigene Überzeugung ist. Das was man glaubt, was „wahr“ ist, wie Dinge funktionieren, welche Beschränkungen existieren, wie schwer etwas ist, ob sich etwas lohnt, etc. Unterschiedliche Überzeugungen, besonders im Hinblick auf die eigenen Fähigkeiten, können die eigenen Erfolge maßgeblich beeinflussen.

Whether you think you can or you can’t, either way you’re right!
– Henry Ford

Jeder Mensch hat eine Meinung zu den Herausforderungen des Lebens und jeder glaubt Recht zu haben. Bestätigung dafür seine Meinung zu finden ist leicht; wenn man an die richtige Stelle guckt, wird man Gleichgesinnte finden. Dabei vergisst man, dass diese Menschen oft nur einen kleinen Aspekt der eigenen Anschauung teilen und in anderen Bereichen wieder komplett anders ticken, ja gar Dinge glauben, die man für vollkommen falsch hält. Wenn man einen Schritt zurück tritt, müsste man erkennen, dass eine eindeutige Lösung selten existiert. Je vielfältiger die Meinungen zu einem Thema sind, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass man auch selbst falsch liegt.

Die zentrale Frage sollte deshalb nicht sein, wer „Recht“ hat oder was „wahr“ ist, sondern welche Betrachtungsweise unter den gegebenen Umständen funktioniert und den größtmöglichen Nutzen stiftet. Homöopathie oder Placebos können immer wieder auch in wissenschaftlichen Studien ihre Wirksamkeit beweisen, doch ihre Funktionsweise ist kaum nachvollziehbar. „Wer heilt halt Recht“ heißt ein Sprichwort in der Medizin. Der Spruch trägt der Erkenntnis Rechnung, dass die Abläufe im Körper oftmals zu komplex sind, um sie zu verstehen. Unterm Strich nützt das, was zum gewünschten Ergebnis führt. Was man selbst für möglich hält und wie man auf die Welt blickt, hat dabei einen großen Einfluss.

How you do anything is how you do everything

How you do anything is how you do everything

Ich kann nicht mehr nachvollziehen, wo ich diesen Satz zuerst gehört habe. Eine sinngemäße Übersetzung ist „auf die gleiche Art und Weise wie man irgendetwas tut, tut man auch alles andere“. Den Satz habe ich schon seit Jahren im Hinterkopf und sehe ihn immer wieder bestätigt. Es fällt Menschen, mir selbst an erster Stelle, schwer eine Verhaltensweise grundlegend umzustellen, nur weil die Umstände sich ändern oder man es möchte. Man kann auf etwas besonders achten und eine Zeit lang durchhalten aber langfristig tut man egal welche Dinge so, wie es die eigenen Gewohnheiten, Überzeugungen und Fähigkeiten ergeben.

Dieses Phänomen sollte man positiv betrachten und keineswegs als starr ansehen. Möchte man sein Verhalten grundlegend ändern, ist es egal an welcher Stelle man beginnt. Wenn man auf der Arbeit den Überblick verliert, kann man damit anfangen seine privaten Angelegenheiten in Ordnung zu bringen. Wenn man seine Freizeit besser gestalten möchte, kann man sich zunächst mit Produktivitätssystemen auf der Arbeit beschäftigen. Wenn man sportlicher werden möchte, kann man Anfangen Rolltreppen zu vermeiden und stets Treppen zu laufen. Solange man konsequent bleibt, werden sich diese Methoden auf alle Bereiche seines Lebens ausdehnen.

Einfache Lösungen

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Ich ziehe immer wieder erstaunlich gute Ideen aus dem Podcast von Tim Ferriss. In einer Episode aus dem Januar 2016 spricht er mit Kevin Rose über Strategien und Vorsätze für das Neue Jahr. An einer Stelle empfiehlt er, sich bei der Suche nach geeigneten Strategien zur Erreichung der Ziele folgende Frage zu stellen:

What would it look like, if it were easy?

Menschen neigen intuitiv dazu Lösungen dann als besonders wirksam einzuschätzen, wenn sie herausfordernd oder schwierig sind. Man übersieht gerne, dass auch einfache Lösungen wirksam oder ein Start in die richtige Richtung sein können. Tim Ferriss bezieht sich unter anderem auf eine Geschichte von Derek Sivers, die dieser auf seinem Blog unter dem passenden Titel Relax for the same result veröffentlich hat. Einfache Lösungen haben zusätzlich den Vorteil, dass man sie mit höherer Wahrscheinlichkeit durchhält und ihre Wirksamkeit dadurch vergleichbar oder sogar besser als bei anstrengenden Strategien ist. Meine Entscheidung täglich zur Arbeit zu laufen, war eine erstaunlich einfache und wirksame Lösung für meinen Wunsch nach mehr Bewegung. Es lohnt sich, zunächst aktiv nach einfachen Lösungen zu suchen.

It’s incredible how many problems you can solve by not creating problems for yourself.

Bildquelle: Aaron Burdon via Unsplash

Typ 1 und Typ 2 Entscheidungen

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Manchmal fällt es schwer Entscheidungen zu treffen, insbesondere wenn man sich der Konsequenzen nicht sicher sein kann. Nun ist gerade Sicherheit bei einem Großteil wichtiger Entscheidungen nicht vergönnt. Eine gute Erinnerung daran, dass es dabei jedoch Abstufungen zu berücksichtigen gibt, liefert Amazon Chef Jeff Bezos in einem Brief an die Aktionäre.

Some decisions are consequential and irreversible or nearly irreversible – one-way doors – and these decisions must be made methodically, carefully, slowly, with great deliberation and consultation. If you walk through and don’t like what you see on the other side, you can’t get back to where you were before. We can call these Type 1 decisions.

Typ 1 Entscheidungen sind also solche, die nur sehr schwer oder gar nicht rückgängig zu machen sind und daher nur methodisch und mit sorgfältiger Beratung und Analyse getroffen werden sollten.

But most decisions aren’t like that – they are changeable, reversible – they’re two-way doors. If you’ve made a suboptimal Type 2 decision, you don’t have to live with the consequences for that long. You can reopen the door and go back through. Type 2 decisions can and should be made quickly by high judgment individuals or small groups.

Hier liegt der Knackpunkt. Die meisten Entscheidungen  sind bei genauer Betrachtung nicht unumkehrbar. Wenn man die Konsequenzen nicht mag, gibt es einen Weg zurück. Damit ist nicht gemeint, dass alle spurlos verlaufen muss. Ohne Frage kann eine ungünstige Entscheidung Zeit oder Geld kosten und mit Unannehmlichkeiten verbunden sein. Doch fast immer gehen auch positive Seiten wie Lernerfahrung und neue Erkenntnisse damit einher. Solange etwas prinzipiell Rückgängig zu machen ist, muss man sich nicht davor scheuen es zu versuchen und ein Risiko einzugehen. Bezos bezieht das besonders auf das Unternehmensumfeld, wo auch nach meiner Beobachtung große Unternehmen dazu neigen, Sicherheit zu fordern und Fehler um jeden Preis vermeiden zu wollen.

As organizations get larger, there seems to be a tendency to use the heavy-weight Type 1 decision-making process on most decisions, including many Type 2 decisions. The end result of this is slowness, unthoughtful risk aversion, failure to experiment sufficiently, and consequently diminished invention. We’ll have to figure out how to fight that tendency.

Mehr zu diesem Thema: Jeff Bezos: There are 2 types of decisions to make, and don’t confuse them (Business Insider)

Bildquelle: Hans Braxmeier via Pixabay

Pixar Braintrust

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Im Artikel Inside The Pixar Braintrust wird das Konzept eines Braintrust erläutert, dass als Erfolgsrezept der Filmschmiede Pixar gilt. Es soll dafür verantwortlich sein, das Pixar 14 Kassenschlager hinterheinander produzieren konnte. Bei den Braintrust-Meetings kommen mehrere fähige Filmemacher zusammen, um dem Regisseur ehrliches Feedback zu dem Fortschritt des Films zu geben. Die Betonung liegt auf „candid feedback“ also offenen und ehrlichen Meinungen. Die Ergebnisse des Meetings erzeugen zwar keinen formalen Handlungsdruck für den Regisseur, allerdings wird in dem Artikel hervorgehoben, wie maßgeblich sich die Filme durch die Gespräche in dieser Runde in der Regel verändert haben.

Besonders gut gefällt mir folgende Stelle, die meines Erachtens stellvertretend für alle kreativen Tätigkeiten gilt:

(…) early on, all of our movies suck. That’s a blunt assessment, I know, but I choose that phrasing because saying it in a softer way fails to convey how bad the first versions really are. I’m not trying to be modest or self-effacing. Pixar films are not good at first, and our job is to make them so—to go, as I say, ‚from suck to not-suck.‘

-Ed Catmull in Creativity, Inc.

Erst durch offenes Feedback von einem kompetenten und erfahrenen Team kann in der Regel ein außergewöhnlich hochwertiges Ergebnis erzielt werden. Ed Catmull, Autor des Buches Creativity, Inc., war mal im Podcast bei Tim Ferriss. Seine Ansichten, insbesondere seine Ansicht zu seiner persönlichen Relevanz bei der Erschaffung einer Erfolgsgeschichte wie Pixar, fand ich sehr erfrischend und tiefsinnig.

Weitere Informationen zum Braintrust-Prinzip gibt es auch in diesem Disney Institute Artikel.

Bildquelle: Buchcover Creativity, Inc

Durchschnitt Deines Umfelds

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You are the average of the five people you spend the most time with.
– Jim Rohn

Vom Geschäftsmann und Motivationstrainer Jim Rohn stammt das Zitat, man sei der Mittelwert der 5 Menschen mit denen man am meisten Zeit verbringt. Ich sehe diesen Satz im übertragenen Sinne immer wieder bei mir selbst aber auch anderen Menschen bestätigt. Wir sind soziale Wesen und Gemeinschaft seit Jahrtausenden gewohnt. Der Vergleich mit anderen ist ein wichtiges Kriterium für unsere Handlungen. Der Einfluss des Umfelds auf Menschen und deren persönliche Entwicklung ist daher enorm.

Alain de Botton beschreibt in seinem TED-Talk die Auswirkung anderer Menschen auf die eigene Bewertung von Erfolg. Je vertrauter uns Menschen erscheinen, desto stärker vergleichen wir uns mit ihnen und leiten daraus ab, was möglich, normal und erstrebenswert ist. Täglich tun wir wie selbstverständlich Dinge, die für unsere Vorfahren unfassbar wären. Doch vielen Menschen in Deutschland fällt es schwer sich über den hohen Lebensstandard und die vielen Errungenschaften in Bereichen wie Freiheit, Gesundheit, Bildung und Technik zu freuen. Der Vergleich mit weit entfernt lebenden Menschen fällt einfach schwerer als der mit unseren Kollegen, Freunden oder Nachbarn. Es zeigt deutlich, dass wir was uns motiviert aber auch was uns frustriert relativ zu unserem Umfeld bemessen.

Darum sollte man sein Umfeld mit Sorgfalt auswählen und den Kontakt zu solchen Menschen suchen, denen man gerne ähneln möchte. Dabei habe ich festgestellt, dass man diese Personen nicht zwangsläufig persönlich kennen muss. Es funktioniert auch, möglichst viel Zeit mit jemandem über Bücher, Interviews oder Fernsehsendungen zu verbringen. Bei mir habe ich in letzter Zeit erschreckend deutlich beobachtet, dass ich Meinungen, Techniken und Denkweisen von Leuten annehme, denen ich in den letzten Jahren über das Internet folge. Für mich ist das eine gute Nachricht, denn es zeigt wie viel Einfluss man durch seine eigenen Entscheidungen auf seine persönliche Entwicklung ausüben kann.

Bildquelle: Mariya Georgieva via Unsplash

1-Prozent-Regel

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Ein besonders guter Artikel von James Clear ist für mich This Coach Improved Every Tiny Thing by 1 Percent and Here’s What Happened. Ich habe es mir als die 1-Prozent-Regel gemerkt. Es geht dabei um die Methode des Coaches David Brailsford, der die englische Mannschaft Team Sky im Jahr 2010 für die Tour de France trainierte.

Brailsford believed in a concept that he referred to as the “aggregation of marginal gains.” He explained it as “the 1 percent margin for improvement in everything you do.” His belief was that if you improved every area related to cycling by just 1 percent, then those small gains would add up to remarkable improvement.

Er begann damit jeden Aspekt zu verbessern, der Auswirkungen auf die Leistung der Fahrer haben könnte. Zunächst offensichtliche Dinge wie Ernährung, das Trainingsprogramm oder das Material der Fahrer. Doch er kümmerte sich auch um scheinbar unwichtige Bereiche, z.B. auf welchen Kissen die Teammitglieder besonders erholsam schlafen konnten oder die Art und Weise wie man sich die Hände richtig wäscht, um Infektionen zu vermeiden. Jede Verbesserung trug dazu bei, dass vergangene Leistungssteigerungen noch besser wirken konnten. Die Technik ging auf und nach wenigen Jahren gewann das Team die Tour de France. Das Beispiel soll veranschaulichen, wie scheinbar kleine Verbesserungen, die das Gesamtergebnis für sich genommen nur um 1% verbessern, in großen Anzahl angewandt zu erheblichen Steigerungen führen. Es ist das gleiche Prinzip wie beim Zinseszins, wo sich Gewinne mit der Zeit ansammeln und verstärken.

In the beginning, there is basically no difference between making a choice that is 1 percent better or 1 percent worse. (…) But as time goes on, these small improvements or declines compound and you suddenly find a very big gap between people who make slightly better decisions on a daily basis and those who don’t.

Auf die gleiche Weise können sich viele kleine, negative Entscheidungen, zum Beispiel bei der Ernährung oder dem Umgang mit Geld, gegenseitig verstärken und im Laufe der Zeit erheblichen Schaden anrichten. Jede Aktion für sich genommen erscheint nicht dramatisch aber miteinander multipliziert können die Auswirkungen massiv sein. Es lohnt sich dieses Prinzip im Hinterkopf zu behalten, wenn man vor Entscheidungen über Kleinigkeiten steht. Vielleicht liegt genau hier manchmal der Schlüssel zum Erfolg oder die Erklärung für scheinbar unerklärliche Probleme.

Success is a few simple disciplines, practiced every day; while failure is simply a few errors in judgment, repeated every day. —Jim Rohn

Bildquelle: Wayne Bishop via Unsplash