The Tail End

2016-04-26 the-tail-end v01

Auf besonders anschauliche und augenöffnenden Art beschäftigt sich der Artikel The Tail End damit, wieviel Zeit uns im Leben noch bleibt. Auf ihn wurde ich über den Tim Ferriss Newsletter aufmerksam.

Zunächst ist faszinierend, wie erschreckend wenig die Jahre, Monate und selbst Wochen eines Menschenlebens aussehen, wenn man sie in einer Grafik auflistet. Noch beunruhigender wird es, wenn man die bereits vergangenen Zeiträume wegstreicht und dadurch sieht, wie viel der (schätzungsweise) verfügbaren Zeit bereits vergangen ist.

Besonders erschreckend: Die Grafiken gehen von einer extrem optimistischen Lebenserwartung von 90 Jahren aus! Wie würden die Schaubilder aussehen, wenn man dort seine persönliche Schätzung: 80, 70, 60 oder gar 52 ode 43 Jahre einträgt (letztere beiden Zahlen sind zwei kürzliche Todesfälle aus meinem erweiterten Bekanntenkreis). Wie würde es aussehen, wenn man in den Grafiken die gesundheitlichen Einschränkungen und schwindende Fitness im Alter berücksichtigen würde? Wieviele Kästchen würden wegfallen?

Der nächste Dämpfer. Nicht alle Bestandteile des Lebens erstrecken sich gleichmäßig über die eigenen Lebensjahre. Wie sieht es zum Beispiel mit den verfügbaren Jahren mit seinen Eltern aus?

“It turns out that when I graduated from high school, I had already used up 93% of my in-person parent time. I’m now enjoying the last 5% of that time. We’re in the tail end.”

Viele Menschen haben mit Abschluss der Schule oder Ausbildung über 90% der persönlichen Zeit mit ihren Eltern bereits hinter sich gelassen. Irgendwie logisch aber doch erschreckend. Gleiches gilt für die Zeit mit anderen Familienmitgliedern, Freunden, geliebten Orten und Aktivitäten. Wie oft wird man noch tanzen gehen, unter freiem Himmel schlafen oder Sex haben? Wie viel Prozent vom großen Ganzen liegen hier bereits hinter einem?

Die drei Schlussfolgerungen des Autors sind alle gut:

  • “Living in the same place as the people you love matters. I probably have 10X the time left with the people who live in my city as I do with the people who live somewhere else.”
  • “If you’re in your last 10% of time with someone you love, keep that fact in the front of your mind when you’re with them and treat that time as what it actually is: precious.”
  • “Your remaining face time with any person depends largely on where that person falls on your list of life priorities. Make sure this list is set by you—not by unconscious inertia.”

Der komplette Artikel ist sehr lesenswert.

Bildquelle: Originalartikel auf Website des Autors

Sanfte Weckmelodie

2016-04-25 sanfte-weckmelodie v01

Eine so einfach, wie geniale Idee, habe ich im letzten Jahr im Tim Ferriss Podcast aufgeschnappt:

Die Weckermelodie seines Telefons vom Standard auf einen sanften Weckton umzustellen und Vibration abzuschalten, lässt den Tag deutlich angenehmer beginnen!

Die Einstellung dafür findet sich beim iPhone im Wecker selbst, also in der Uhr App. Dort wo man die Weckzeit bearbeitet, gibt es auch die Einstellung „Ton“. Dort habe ich von Radar (Standard) auf „Klassisch > Grillen“ gewechselt und darunter die Vibration deaktiviert.

Zwar nutze ich das iPhone nur in Ausnahmefällen als Wecker, zum Beispiel auf Reisen, aber ich habe kurz darauf eine deutliche Verbesserung gemerkt. Insbesondere die Vibration erzeugt auf vielen Nachttischen ein unangenehmes Surren, dass äußerst unsanft weckt.

Einfach mal ausprobieren und den Tag angenehmer beginnen!

Bildquelle: Thom via Unsplash

Notiere Ideen sofort

2016-04-24 notiere-ideen-sofort v01

Einen nicht unerheblichen Teil des Tages verbringe ich in Gedanken. Gerade während Routinetätigkeiten, wie morgens unter der Dusche, beim Zähneputzen oder dem Weg zur Arbeit, ist der Kopf nicht ausgelastet. Die Gedanken beschäftigen sich mit aktuellen Themen, Fragestellungen und Erlebnissen. Es wird nicht nur mir so gehen, dass man in solchen Momenten auch viele Ideen hat.

Ab und zu sind sogar richtige Aha-Erlebnis dabei. Ideen, die mich begeistern und die ich sofort umsetzen möchte. Früher war meine normale Reaktion in solchen Fällen, mich zu freuen und mir vorzunehmen, die Idee bei Gelegenheit aufzuschreiben oder umzusetzen. Dabei wurde mir schmerzlich bewusst, dass ich viele Ideen schnell wieder vergaß und sie verloren gingen. Ich unterlag der Illusion, dass nur weil ich einmal einen Gedanken hatte, dieser auch jederzeit wieder abrufbar wäre.

Schließlich nahm ich eine kleine Veränderung vor, die einen riesen Unterschied macht. Ich notiere Ideen sofort.

Was einfach klingt, ist für mich mit viel Disziplin verbunden. Noch immer habe ich den Reflex, mir vorzunehmen, es später zu notieren oder ich debatiere innerlich darüber, ob gerade diese Idee es überhaupt wert ist, aufgeschrieben zu werden. Zum Glück bietet das Smartphone ideale Möglichkeiten, Ideen auf einfache Art zu notieren und abzuspeichern (dazu ein andernmal mehr).

Mit dieser kleinen Änderungen, haben sich meine Notizen und Ideen vervielfacht. Der große Unterschied ist, dass sie sich auf diese Weise über die Zeit ansammeln. Wenn dann der Moment kommt, dass ich mich einer Sache annehme oder ein Thema aktuell wird, kann ich auf diverse Notizen zurückgreifen. In der Regel reicht ein Stichwort oder ein kleiner Satz aus, dass ich mir den kompletten Gedankengang wieder ins Gedächtnis rufen kann. Eine kleine Notiz lohnt sich also!

Bildquelle: Calum MacAulay via Unsplash

Now What Needs to Be Done?

2016-04-23 now-what-needs-to-be-done v01

Wenn ich mir unsicher bin, was als nächstes zu tun ist, um bei für mich wichtigen Themen voran zu kommen, hilft mir der Satz:

Now what needs to be done?

Ich bin mir nicht sicher, warum er für mich so gut funktioniert. Vielleicht ist es die Formulierung, in der ich eine gewisse Verantwortung und Pflichtbewusstsein sehe. Vielleicht hilft mir die neutrale Formulierung was getan werden muss und nicht was ich tun muss. Der Versuch einer passenden Übersetzung ist für mich: „Was ist nun zu tun?“

Wenn ich diese Worte in Gedanken aufsage, fällt mir fast immer eine Aktivität ein, die ein angemessener nächster Schritt ist und zwar unabhängig davon, ob ich darauf Lust habe oder mir die Umsetzung leicht fällt. Den Satz habe ich aus Brian Johnson’s Optimal Living 101 Program entnommen. Es ist schon eine Weile her, seit ich diese sehr gut gemacht Videoserie gesehen habe aber der Satz ist mir in Erinnerung geblieben und hat sich mehrfach als nützlich erwiesen. Ursprünglich scheint er dem Buch Constructive Living von David K. Reynolds entnommen worden zu sein.

Man kann den Satz sogar noch verstärken in dem man hinzufügt „How would I make myself proud?“. Das Ziel dabei ist, solche Aktivitäten zu identifizieren, die zwar nicht leicht fallen aber eine große Wirkung und hohe Relevanz haben. Das funktioniert nach meiner Erfahrung sehr gut.

Bildquelle: Sylwia Bartyzel via Unsplash

Podcasts

2016-04-22 podcasts v01

Wie Radio, nur moderner und on demand. Was Youtube im Vergleich zu Videos und Fernsehen ist, sind Podcasts für Audio und Radio.

Früher hörte ich im Auto Musikradio, später wechselte ich zu Inforadio, wo mich neben den Nachrichten auch die vielfältigen Reportagen interessierten. Da ich die Sendung Aufgegabelt mit Berliner Restauranttipps sehr mochte, aber zu den Zeiten der Ausstrahlung nicht immer im Auto saß, abonnierte ich die Sendung als Podcast. Von da an wurde ich über jede neue Folge informiert, konnte sie zuhause auf das Smartphone laden und dann bequem unterwegs im Auto hören. Radio-on-Demand eben.

Es dauerte nicht lange, da wurde ich auf das riesige Angebot an weiteren Podcasts aufmerksam. Neben professionellen Radiostationen kann auch jeder Mensch mit einem Mikrofon eine eigene Podcast-Sendung aufzeichnen und bereitstellen. Im Prinzip wie bei Youtube, mit ähnlichem Ergebnis. Ein Angebot mit großer Vielfalt und einer gewissen Unübersichtlichkeit. Wenn man sich davon nicht abschrecken lässt, findet man in Podcasts die perfekte Unterhaltung/Lernmöglichkeit für unterwegs. Ein kostenloses Hörbuch „Light“ sozusagen.

Podcasts sind für den Konsum über das Smartphone optimiert. Apple und Android bieten jeweils die großen Podcast-Kataloge (die Download-Platformen) an, sowie passende Apps, die auf jedem Smartphone bereits vorinstalliert sind. Man kann durch die Suchfunktion einzelne Podcast-Episoden finden und anhören und bei Interesse die komplette Sendung abonnieren. Dann wird man über zukünftig erscheinende Folgen informiert und sie werden auf Wunsch automatisch auf das Telefon geladen.

Jeder kann es sofort ausprobieren. Um als Einstieg interessante Inhalt zu finden, würde ich folgende Überlegungen vorschlagen:

  • Gibt es eine Radiosendung, die man gerne hört? Zum Beispiel eine Interview-Sendung, Film-Tipps oder Restaurant-Empfehlungen? Dann lohnt es sich danach im Podcast-Verzeichnis zu suchen.
  • Gibt es eine Persönlichkeit, deren Meinung man schätzt? Zum Beispiel Fachleute aus dem Bereich Sport, Ernährung oder Gesundheit? Viele Experten haben eine eigene Podcast-Sendung oder sie wurden bereits als Gast in einer Sendung interviewt.
  • Gibt es ein Fachgebiet, an dem man privat oder beruflich interessiert ist? Zum Beispiel Unternehmensführung, Sprachen, Fotografieren oder moderne Technik? Auch hier gibt es eine Vielzahl von themenspezifischen Podcasts, nach denen man suchen kann.

Ich persönlich höre Podcasts nur Unterwegs, hauptsächlich auf dem Weg zur Arbeit. Für mich sind sie mit der Zeit zur besten Form der Audio-Unterhaltung/-Forbildung geworden und ich kann jedem empfehlen es mal auszuprobieren.

Bildquelle: Corey Blaz via Unsplash

Pomodoro-Technik

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Die Pomodoro-Technik ist meine Geheimwaffe gegen Prokrastinieren, also das ewige vor sich herschieben einer großen, unangenehmen Aufgabe. Jedes Mal wenn ich sie nutze, bin ich aufs Neue von ihrer Effektivität beeindruckt.

Bei der Pomodoro-Technik teilt man seine Arbeitszeit in kurze Intervalle auf und gönnt sich dazwischen bewusste Pausen. Ein typischer Rhythmus ist, 25 Minuten konzentriertes Arbeiten mit 5 Minuten Pause abzuwechseln. Nach mehreren erfolgreichen Arbeitseinheiten, gönnt man sich eine größere Pause von 30 Minuten.

Für besonders unangenehme Aufgaben lohnen sich nach meiner Erfahrung sogar noch kürzere Arbeitsintervalle, z.B. 15 Minuten Arbeiten und dann 5-10 Minuten Pause. Der Hauptnutzen besteht darin, die Barriere anzufangen zu reduzieren. 15 Minuten sind ein so kurzer und überschaubarer Zeitraum, dass ich mich nicht mehr Scheue zu beginnen. Bin ich dann erstmal dabei, bleibe ich oft auch länger an dem Thema sitzen und arbeite zügig hintereinander weg. Je weiter ich fortschreite, desto geringer die Scheu vor der Aufgabe und der Knoten ist geplatzt.

Die vom Italiener Francesco Cirillo entwickelte Methode hat Ihren Namen übrigens von der Eieruhr in Form einer Tomate, die ihr Erfinder für die Zeitmessung verwendete. Das Vorgeschlagene Intervall von 25 Minuten reicht zudem aus, um sich die namensgebenden Spaghetti Pomodoro zuzubereiten – eine gute Eselsbrücke. Durch den großen Erfolg hat er die Methode zu einem umfangreichen Produktivitätssystem erweitert, wobei meines Erachtens der Kern der Sache ausreicht.

Bildquelle: Luca Mascaro via Flickr

Gestalten Verlag

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Der Gestalten Verlag ist eine dieser Firmen, die vieles richtig zu machen scheint. Ein Berliner Verlag, der herausragende Bücher zu Design und vielfältigen zeitgenössichen Themen herausbringt. Zwei Ladengeschäfte verkaufen neben den Büchern auch besondere Produkte, die gut einem Hipster-Blog wie blessthisstuff oder werd entsprungen sein könnten. Ideal, wenn man nach einem Geschenk (gerne auch für sich) sucht. Auch bei den Büchern sind viele Perlen dabei.

Zuerst wurde ich damals auf den Gestalten Space in der Sophienstraße aufmerksam. Direkt gegenüber vom Barcomi’s Deli, eines meiner favorisierten Frühstücksrestaurants, wies ein recht unscheinbares, gelbes Neonsign auf den Eingang hin. Beim Betreten, wusste ich nicht genau, ob ich in einer Galerie gelandet war. Doch die vielen Bücher an der Wand, die alle das Gestalten Logo trugen, gaben den entscheidenden Hinweis. Dieser Gestalten Space wurde anscheinend kürzlich geschlossen, so finde ich ihn nicht mehr auf der Website aufgeführt.

Später staunte ich nicht schlecht, bei der Eröffnung des Bikini Berlin am Zoo einen noch größeren Gestalten Pavilion mit Shop und Bistro vorzufinden. Noch mehr Produkte zum Schwärmen und Stöbern. Auch beim Bistro stimmen die Details (kein Wunder, wenn man die Fachliteratur passend zum Thema verlegt). Die Küche ist pfiffig mit Fliesen und hübschen Fenstern abgegrenzt. Eine gute Idee auch für die eigenen vier Wände. Ähnlich wie im Neni hat man vom Bistro einen herrlichen Blick in den Zoo. Ein Besuch lohnt.

Mehr über die Hintergründe zur Firma gibt es in diesem FAZ-Artikel über Gestalten.

Bildquelle: Gestalten Verlag

Stephen King’s Pencil

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Eine schöne Anekdote zum Thema Erfolgsrezepte habe ich im Podcast von Tim Ferriss mit Seth Godin aufgeschnappt. Auf die Frage welches Programm Seth zur Vorbereitung seiner Blogartikel benutze, entgegnete dieser die Geschichte von Stephen King’s Pencil (ab 34:50 im Podcast):

Stephen King often goes to writing conferences and there will be this question and that question and the next question and inevitable someone will raise their hand and says: „Stephen King, you are one of the most successful, revered writers of your generation… what kind of pencil do you use?“

Natürlich spielt der Stift, den Stephen King zum schreiben oder editieren seiner Manuskripte benutzt keine Rolle. Es ist eine treffende Pointe, um daran zu erinnern, dass die Details für die erfolgreiche Umsetzung eines Vorhaben oftmals nicht wichtig sind. Jedoch neigen viele Menschen dazu – gerade zu Beginn einer neuen Herausforderung – sich genau mit solchen Details zu beschäftigen, als wenn allein darin der Erfolg ihrer Vorbilder begründet wäre. Seth formuliert das noch direkter:

It doesn’t matter. It’s a way to hide! (…) There is no correlation I have ever encountered between how writers write and how good there work is. We should move on. It doesn’t matter!

Stephen King ist auch deswegen ein gutes Beispiel, weil er in seinem Buch On Writing seine Erfolgsstrategie als Autor ausführlich dargelegt hat. In erster Linie viel lesen und viel schreiben, in Verbindung mit herausragender Disziplin.

So ist für mich Stephen King’s Pencil zu einem geflügelten Wort geworden und erinnert mich daran, mich nicht zu sehr mit Details aufzuhalten, wenn ich ein neues Vorhaben beginne.

Bildquelle: Green Chameleon via Unsplash

Impress Kaffeezubereiter

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Seit ich vor einigen Jahren ein Kaffeeseminar besucht habe, trinke ich gerne Filterkaffee und bevorzuge sogar guten “schwarzen“ Kaffee den italienischen Spezialitätenkaffees. Es hat mich damals überrascht, dass frischer, auf die richtige Art zubereiteter Kaffee sehr mild und aromatisch schmeckt und auch kalt nicht bitter wird.

Die einfachste Methode eine große Tasse guten Kaffee zuzubereiten ist für mich der Impress Coffee Brewer. Die Impress ist ein Thermobecher, mit einem exakt passenden Siebeinsatz aus Metall. Die Zubereitung funktioniert nach dem Pressstempelkannen-Prinzip (bekannt von der Bodum Kaffeebereiter). Die Impress gibt es inzwischen in silber und schwarz, wobei ich die schwarze Version deutlich hübscher finde.

Und so geht’s: Zunächst mahle ich 24 Gramm Kaffeebohnen mit groben Mahlgrad. Das Kaffeepulver gebe ich loose in den Becher und gieße es mit nicht mehr ganz kochenden Wasser auf. Nach 3 Minuten Brühzeit, drücke ich das Innenteil mit Sieb langsam in die Tasse, wodurch das Kaffeemehl nach unten verdichtet wird und der fertige Kaffee oben im Becher verbleibt.

2016-04-18 impress-coffee anleitung v01

Da Kaffeesatz und Wasser nun keinen Kontakt mehr haben, könnte man den Kaffee direkt aus dem Becher trinken oder darin mitnehmen. Ich bevorzuge es, den Kaffee in eine schöne Tasse umzugießen und daraus zu trinken. Die Impress lasse ich währenddessen abkühlen.

Ein Tipp zur Reinigung: Das lasergeschnittene Sieb lässt sich leicht auseinander schrauben und reinigen. Den Kaffeesatz schüttele ich zunächst grob aus dem Becher heraus und entferne den Rest mit einem kleinen Schluck Wasser.

Bildquelle: Gamila Online-Shop

Google Bildersuche umgekehrt

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Eine sehr praktische und relativ unbekannte Funktion der Google Bildersuche versteckt sich hinter dem kleinen Kamerasymbol im Eingabefeld. Dort bietet Google die Möglichkeit, selbst ein Bild hochzuladen oder per Link darauf zu verweisen. Als Suchergebnis erhält man eine Liste von Webseiten, auf denen dieses oder ein ähnliches Bild verwendet wird.

Immer wieder stelle ich fest, dass diese umgekehrte Bildersuche nicht besonders geläufig ist. Vielleicht liegt es daran, dass sich ihr Nutzen nicht sofort erschließt. Hier beispielhaft ein paar Situationen, bei denen mir die Suche per Bild in der Vergangenheit geholfen hat:

  • Auf einer Vermittlungsseite für Ferienhäuser sah ich einen Eintrag ohne genaue Anschrift des Objektes. Durch die Suche mit dem Foto stieß ich auf weitere Inserate mit genauer Anschrift und die Homepage des Besitzers, bei dem das Haus sogar zu einem geringeren Preis angeboten wurde.
  • Auf Basis eines selbsterstellten Fotos einer historischen Maschine, konnte ich die Modellbezeichnung herausfinden und weitere Informationsquellen recherchieren. Dabei fiel auf, wie gut die Suche nach ähnlichen Bildern funktioniert. Das Foto was mir vorlag, gab es so nicht an anderer Stelle.
  • Manche Online-Shops führen Produkte unter einer Eigenmarke und eigenem Namen, benutzen aber die Produktfotos des Herstellers. So habe ich einst per Bildersuche alternative Einkaufsmöglichkeiten für baugleiche Gartenmöbel gefunden.
  • Wenn ich für einen Blogartikel oder eine Präsentation passende Bilder in mäßiger Qualität finde, suche ich über die Bildersuche nach Quellen mit höherer Bildauflösung.
  • Durch abfotografieren eines Gemäldes oder Fotos gelingt es in der Regel auch ohne einen Namen nähere Details zu einem Kunstwerk herausfinden.

Es lohnt sich diese Möglichkeit im Hinterkopf zu behalten, um sie als Ausgangspunkt für Recherchen zu verwenden. Auf dem Smartphone benötigt man die Google Chrome App für das hochladen eines Bildes, auf dem Computer funktioniert es mit jedem beliebigen Browser.