Zeit bewusst steuern

2016-05-02 zeit-bewusst-steuern v01

Man möchte meinen, dass die Zeit immer gleich schnell vergeht. Doch ich bin mittlerweile vom Gegenteil überzeugt. Jeder Mensch hat die Möglichkeit, Zeit in erheblichem Maße zu beschleunigen oder zu verlangsamen. Die Technik dafür ist relativ einfach:

Wenn man viel zu tun hat, gestresst ist oder sich in Gedanken mit der Zukunft oder der Vergangenheit beschäftigt, wird die Wahrnehmung der Zeit beschleunigt und sie verrint. Ist man jedoch achtsam und bleibt mit seinen Gedanken bewusst im Moment, vergeht die Zeit langsamer, teilweise sogar quälend langsam.

Jeder kennt diesen Effekt. Ein schöner Tag voller Ereignisse verfliegt geradezu – ebenso, wie ein stressiger Tag voller Termine. Ein Urlaubstag ohne Plan und Agenda fühlt sich schon länger an. Ein Tag voller uninteressanter Meetings oder eine langweilige Schulstunde zieht sich hingegen schier ewig dahin.

Man kann Übung darin bekommen, dieses System bewusst einzusetzen. Verlangsame die Zeit in schönen Momenten durch genießen. Bleib mit Deinen Gedanken in der Gegenwart, so klar und aufmerksam wie möglich. Tritt gedanklich einen Schritt zurück und sag Dir selbst „Wow, wie schön das gerade hier ist“. Beachte Details und vor allem: hör in diesen Momenten damit auf, die Zukunft zu planen. Genieße mit allen Sinnen aber bleibe im Moment. Es funktioniert!

Bildquelle: Lia Leslie via Pixabay

This is Water

2016-04-29 this-is-water v01

Die Graduation Speech von David Foster Wallace an die Studenten der Kenyon University habe ich vor Jahren gelesen und seitdem ist sie fest in meinem Kopf verankert. Vielleicht auch aufgrund des tragischen Umstands, dass Wallace drei Jahre nach der Rede Selbstmord begangen hat.

Der Titel „This is Water“ bezieht sich auf den Zustand, dass wir viele Dinge nicht mehr zur Kenntnis nehmen oder als selbstverständlich erachten, so wie ein Fisch das Wasser vermutlich nicht beachtet. Dabei bezieht er sich in erster Linie auf den Umgang der Menschen miteinander und darauf wie Eindrücke von uns – oftmals automatisch negativ -interpretiert und bewertet werden.

If you’re automatically sure that you know what reality is, and you are operating on your default setting, then you, like me, probably won’t consider possibilities that aren’t annoying and miserable. But if you really learn how to pay attention, then you will know there are other options.

Dazu gibt er mehrere Beispiele.

But most days, if you’re aware enough to give yourself a choice, you can choose to look differently at this fat, dead-eyed, over-made-up lady who just screamed at her kid in the checkout line. Maybe she’s not usually like this. Maybe she’s been up three straight nights holding the hand of a husband who is dying of bone cancer. Or maybe this very lady is the low-wage clerk at the motor vehicle department, who just yesterday helped your spouse resolve a horrific, infuriating, red-tape problem through some small act of bureaucratic kindness.

Es kommt auf die Betrachtungsweise an. Geht man davon aus, dass die Welt schlecht ist, wird man an vielen Stellen Bestätigung dafür finden. Geht man vom Gegenteil aus, die Welt sei gut, wird man auch dort bei vielen Gelegenheiten bestätigt.

(…) the exact same experience can mean two totally different things to two different people, given those people’s two different belief templates and two different ways of constructing meaning from experience.

Diese differenzierte Betrachtungsweise ist nicht offensichtlich und in unserer Zeit oftmals sogar unüblich.

And the so-called real world will not discourage you from operating on your default settings, because the so-called real world of men and money and power hums merrily along in a pool of fear and anger and frustration and craving and worship of self. Our own present culture has harnessed these forces in ways that have yielded extraordinary wealth and comfort and personal freedom. The freedom all to be lords of our tiny skull-sized kingdoms, alone at the center of all creation. This kind of freedom has much to recommend it. But of course there are all different kinds of freedom, and the kind that is most precious you will not hear much talk about much in the great outside world of wanting and achieving. The really important kind of freedom involves attention and awareness and discipline, and being able truly to care about other people and to sacrifice for them over and over in myriad petty, unsexy ways every day.

That is real freedom. That is being educated, and understanding how to think. The alternative is unconsciousness, the default setting, the rat race, the constant gnawing sense of having had, and lost, some infinite thing.

So bleibt es eine Aufgabe im Rahmen der Bildung und Erziehung jedes Menschen, solche Gedanken zu berücksichtigen und auf das eigene Leben anzuwenden.

It is unimaginably hard to do this, to stay conscious and alive in the adult world day in and day out. Which means yet another grand cliché turns out to be true: your education really IS the job of a lifetime.

That is real freedom. That is being educated, and understanding how to think. The alternative is unconsciousness, the default setting, the rat race, the constant gnawing sense of having had, and lost, some infinite thing.

Aufgrund der Popularität von Wallace’s Rede gibt es viele interessante Ressourcen, die sich mit dem Inhalt beschäftigen:

Bildquelle: Hans via Pixabay

This or Something Better

2016-04-28 this-or-something-better v01

In dem Buch „Life 101“ von Peter McWilliams habe ich einen Gedankenzusatz für die Formulierung von Zielen gefunden, den ich tatsächlich schon mehrfach genutzt habe. Auf den ersten Blick fand ich es nur eine witzige Idee aber mittlerweile finde ich es wirklich nützlich:

It’s a good idea to end all your affirmations with „…this or something better, for the highest good of all concerned.“

Zu Deutsch: Es ist eine gute Idee alle Deine Vorsätze mit Satz zu beenden: „…das oder etwas noch Besseres, zum größtmöglichen Wohle aller Beteiligter.“

Gerade in dem frühen Stadium, wenn man sich etwas vornimmt und ein Ziel formuliert, öffnet dieser Satz den Blick für ein größeres Spektrum an Möglichkeiten. Zu dem Zeitpunkt kennt man meist doch noch gar nicht die vielen Konsequenzen oder gar Auswirkungen auf andere beteiligte Personen, die das Ziel mit sich bringt. Wahrscheinlich gibt es eine ähnliche oder gar bessere Lösung, die alle involvierten Personen – auch sich selbst –  noch besser stellt. Es lohnt sich daher, diesen offenen Blick beizubehalten, während man das Ziel verfolgt.

Ich würde sogar noch hinzunehmen: Warum soll man nicht auch eine etwas weniger optimales Ergebnis für sich selbst anstreben, wenn es dafür andere Personen deutlich besser stellt? Es kann nicht schaden, dafür von Anfang an etwas Spielraum einzubauen und dieser Gedankenzusatz ist für mich eine gute Erinnerung daran.

Drifted-Driven-Designed Life

2016-04-27 drifted-driven-designed-life v01

Michael Hyatt hat auf dem World Domination Summit 2014 einen Vortrag gehalten. Dabei ist mir der Aspekt in Erinnerung geblieben, dass man Persönlichkeiten und ihre Lebensentwürfe in drei Typen unterteilen kann. Hier etwas übertreiben und vereinfacht dargestellt:

Drifted: Manche Menschen lassen sich durchs Leben treiben. Sie akzeptieren die Umstände, die sich um sie herum ergeben und passen sich an. Sie folgen den Versuchungen (z.B. Live Fernsehen, Klatsch und Tratsch, jammern) relativ blind.

Driven: Karrieretypen. Verbissen, leistungsorientiert und zäh. Manche Menschen wollen alles und machen sich auf den Weg es zu bekommen. Der Karrierejob, die Familie, Luxus Besitz, alles muss bestmöglich funktionieren und da das nicht von alleine kommt, wird hart dafür gearbeitet. Koste es, was es wolle.

Designed: Hyatt’s Vorschlag für einen gesunden Mittelweg. Nicht verbissen alles auf einmal wollen aber Entscheidungen treffen, Ziele formulieren und auf eine gesunde Art und Weise darauf hin arbeiten.

Ich denke ab und zu an diese Unterteilung und probiere dabei, den Designed-Weg zu gehen.

Hier der komplette Vortrag im Video (ab ca 10:00 geht er konkret auf die 3 Lebensstile ein):

Bildquelle: Armosa Studios via WDS homepage

The Tail End

2016-04-26 the-tail-end v01

Auf besonders anschauliche und augenöffnenden Art beschäftigt sich der Artikel The Tail End damit, wieviel Zeit uns im Leben noch bleibt. Auf ihn wurde ich über den Tim Ferriss Newsletter aufmerksam.

Zunächst ist faszinierend, wie erschreckend wenig die Jahre, Monate und selbst Wochen eines Menschenlebens aussehen, wenn man sie in einer Grafik auflistet. Noch beunruhigender wird es, wenn man die bereits vergangenen Zeiträume wegstreicht und dadurch sieht, wie viel der (schätzungsweise) verfügbaren Zeit bereits vergangen ist.

Besonders erschreckend: Die Grafiken gehen von einer extrem optimistischen Lebenserwartung von 90 Jahren aus! Wie würden die Schaubilder aussehen, wenn man dort seine persönliche Schätzung: 80, 70, 60 oder gar 52 ode 43 Jahre einträgt (letztere beiden Zahlen sind zwei kürzliche Todesfälle aus meinem erweiterten Bekanntenkreis). Wie würde es aussehen, wenn man in den Grafiken die gesundheitlichen Einschränkungen und schwindende Fitness im Alter berücksichtigen würde? Wieviele Kästchen würden wegfallen?

Der nächste Dämpfer. Nicht alle Bestandteile des Lebens erstrecken sich gleichmäßig über die eigenen Lebensjahre. Wie sieht es zum Beispiel mit den verfügbaren Jahren mit seinen Eltern aus?

“It turns out that when I graduated from high school, I had already used up 93% of my in-person parent time. I’m now enjoying the last 5% of that time. We’re in the tail end.”

Viele Menschen haben mit Abschluss der Schule oder Ausbildung über 90% der persönlichen Zeit mit ihren Eltern bereits hinter sich gelassen. Irgendwie logisch aber doch erschreckend. Gleiches gilt für die Zeit mit anderen Familienmitgliedern, Freunden, geliebten Orten und Aktivitäten. Wie oft wird man noch tanzen gehen, unter freiem Himmel schlafen oder Sex haben? Wie viel Prozent vom großen Ganzen liegen hier bereits hinter einem?

Die drei Schlussfolgerungen des Autors sind alle gut:

  • “Living in the same place as the people you love matters. I probably have 10X the time left with the people who live in my city as I do with the people who live somewhere else.”
  • “If you’re in your last 10% of time with someone you love, keep that fact in the front of your mind when you’re with them and treat that time as what it actually is: precious.”
  • “Your remaining face time with any person depends largely on where that person falls on your list of life priorities. Make sure this list is set by you—not by unconscious inertia.”

Der komplette Artikel ist sehr lesenswert.

Bildquelle: Originalartikel auf Website des Autors

Now What Needs to Be Done?

2016-04-23 now-what-needs-to-be-done v01

Wenn ich mir unsicher bin, was als nächstes zu tun ist, um bei für mich wichtigen Themen voran zu kommen, hilft mir der Satz:

Now what needs to be done?

Ich bin mir nicht sicher, warum er für mich so gut funktioniert. Vielleicht ist es die Formulierung, in der ich eine gewisse Verantwortung und Pflichtbewusstsein sehe. Vielleicht hilft mir die neutrale Formulierung was getan werden muss und nicht was ich tun muss. Der Versuch einer passenden Übersetzung ist für mich: „Was ist nun zu tun?“

Wenn ich diese Worte in Gedanken aufsage, fällt mir fast immer eine Aktivität ein, die ein angemessener nächster Schritt ist und zwar unabhängig davon, ob ich darauf Lust habe oder mir die Umsetzung leicht fällt. Den Satz habe ich aus Brian Johnson’s Optimal Living 101 Program entnommen. Es ist schon eine Weile her, seit ich diese sehr gut gemacht Videoserie gesehen habe aber der Satz ist mir in Erinnerung geblieben und hat sich mehrfach als nützlich erwiesen. Ursprünglich scheint er dem Buch Constructive Living von David K. Reynolds entnommen worden zu sein.

Man kann den Satz sogar noch verstärken in dem man hinzufügt „How would I make myself proud?“. Das Ziel dabei ist, solche Aktivitäten zu identifizieren, die zwar nicht leicht fallen aber eine große Wirkung und hohe Relevanz haben. Das funktioniert nach meiner Erfahrung sehr gut.

Bildquelle: Sylwia Bartyzel via Unsplash

Kurt Vonnegut über Genug

2016-04-16 kurt-vonnegut-enough v01

An mehreren Stellen bin ich über eine Anekdote von Kurt Vonnegut gestolpert, die er 2005 im The New Yorker veröffentlichte:

Joe Heller

True story, Word of Honor:
Joseph Heller, an important and funny writer
now dead,
and I were at a party given by a billionaire
on Shelter Island.

I said, „Joe, how does it make you feel
to know that our host only yesterday
may have made more money
than your novel ‚Catch-22‘
has earned in its entire history?“
And Joe said, „I’ve got something he can never have.“
And I said, „What on earth could that be, Joe?“
And Joe said, „The knowledge that I’ve got enough.“
Not bad! Rest in peace!“

—Kurt Vonnegut

The New Yorker, May 16th, 2005

Ein Gefühl dafür zu entwicklen, dass man „genug“ hat. Ein Zustand der – nach meinem Empfinden – schneller erreicht ist als die meisten es für möglich halten. Dieses Gefühl zu verinnerlichen und sein Leben entsprechend zu leben, ist eine seltene und wertvolle Fähigkeit.

Weiter Quellen zu diesem Text:

The Well of Being

2016-04-13 the-well-of-being v01

Ein Kinderbuch für Erwachsene. Eine simple Geschichte mit tiefgreifender Bedeutung. Der Versuch einen Weg zu Glück und Zufriedenheit („well-being“) aufzuzeigen. Das ist das wunderschöne Buch The Well of Being.

For now, let’s consider well-being a choice, something you can try on and wear. When we put on the hat and coat of well-being we incline towards joy without special occasion.

Allein das Titelbild ist für mich eines der schönsten Symbole, für die Lebensweisheit im Moment zu leben. Der Mensch im Anzug ohne Gesicht, dessen Krawatte sich in einem Schwarm Herzen in die Umgebung auflöst. Wie Maria Popova von Brainpickings es auf den Punkt bringt „Presence is far more intricate and rewarding an art than productivity“. Eine schöne Erinnerung daran, dass wir oft dazu neigen, neben all der Arbeit und Produktivität das Leben zu vergessen.

Die Geschichte des Buchs erinnert den Leser an das Leben als unfassbares Mysterium, an die unglaubliche Schönheit der Welt (in der es auch Schatten und viel zu tun gibt) und an die große Bedeutung von Geschichten, die wir uns täglich selbst erzählen, die wir nutzen, um die unglaubliche Komplexität um uns herum zu erklären. Geschichten die unseren Blick auf die Welt maßgeblich prägen.

We organize our circumstances into stories, stories we pick up along the way and carry with us.

Das Buch wird auf Brainpickings wunderschön detailliert beschrieben mit Bildern und Zitaten. Da es zunächst vom Autor selbst aufgelegt wurde, war es für lange Zeit ausverkauft. Erst nach über einem Jahr Wartezeit, als es von einem Verlag in ausreichender Stückzahl produziert wurde, konnte ich es kaufen und bin seitdem begeistert vom Ergebnis.

Bildquelle: Titelbild vom Autor Jean-Pierre Weill

Give it Five Minutes

2016-04-11 give-it-five-minutes v01

Ein kurzer, prägnanter Artikel über eine typisches Verhalten, dass sich in der Hektik des Alltags gerne mal einschleicht:

There are two things in this world that take no skill: 1. Spending other people’s money and 2. Dismissing an idea.

Es geht um den zweiten Punkt. Hier der komplette Artikel: Give it five minutes

So next time you hear something, or someone, talk about an idea, pitch an idea, or suggest an idea, give it five minutes. Think about it a little bit before pushing back, before saying it’s too hard or it’s too much work. Those things may be true, but there may be another truth in there too: It may be worth it.

Jason Fried ist ein herausragender Entrepreneur. Seine Firma Basecamp betreibt ein sehr erfolgreiches Cloud-Projektmanagement-Tool. Basecamp hat es geschafft, mit einer sehr kleinen Mannschaft, die weltweit verteilt (!) remote arbeitet, ein sehr leistungsfähiges Produkt mit Millionen von Usern zu erstellen und zu betreiben. In seinem Buch ReWork: Change the Way You Work Forever beschreibt er die Grundsätze seiner Firmenphilosophie. Auch das Buch kann ich wärmstens empfehlen. Sehr inspirierend!

Bildquelle: Jason Fried via Medium

The School of Life

2016-04-10 the-school-of-life v01

Alain de Button hat in London eine Einrichtung ins Leben gerufen, die Wissen der besonderen Art vermittelt. Es geht um Fachbereiche des Lebens, mit denen jeder in Berührung kommt, oftmals ohne dabei eine explizite Form der Ausbildung genossen zu haben: Liebe, Glück, Erfüllung, Sex, Sorgen, Philosophie, etc. Die School of Life möchte zu diesen relevanten Themen Wissen vermitteln, Ideen und Anregungen geben, auf Quellen und Geschichte verweisen. Dabei wird Wissen auf möglichst moderne Art und Weise vermittelt. Als Einstieg kann ich den School of Life YouTube Channel empfehlen. Besonders gefallen mir dort die kurzen Videos zu einer Vielzahl von Philosophen, die kurz und anschaulich einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der jeweiligen Person vermitteln.

Allain de Button fiel mir vor vielen Jahren durch seinen TED-Talk über Status Anxiety auf. Er probiert darin ein paar Ansätze zu geben, warum wir heutzutage zwar relativ einfach materielle Unabhängigkeit erreichen können, aber es trotzdem oft schwer fällt, weitgehend frei von Sorgen und Ängsten bzw. reinen Herzens glücklich zu sein. In Erinnerung geblieben ist mir z.B. der Punkt, dass in einer Gesellschaft, die prinzipiell davon ausgeht, dass jeder alles erreichen kann, implizit auch die Schuld auf jeden einzelnen fällt, wenn er nicht das erreicht, was er jeden Tag in den Medien sieht (zu den Reichen, Schönen, Erfolgreichen, etc.).

Später stieß ich auf sein Buch Religion for Atheists, das die Vorteile von Regeln und Ritualen verschiedener Religionen aufzeigt. Dabei steht nicht das Spirituelle, sondern der praktische Nutzen für das Leben der Menschen im Vordergrund der Betrachtung. So gibt es z.B. im Judentum den Feiertag Yom Kippur, an dem man aufgefordert ist, Menschen, denen man unrecht getan hat, zu kontaktieren und sich zu entschuldigen. Gleichzeitig werden die Empfänger einer solchen Geste aufgefordert, zu vergeben. Ein schönes Beispiel dafür, wie ein Bestandteil vieler Religionen die Anleitung für bewährte Lebensweisheiten ist.

Die School of Life hat in London seinen Hauptsitz. Bei einem meiner Besuche in England war ich dort und habe mir ein kleines Andenken gekauft. Kürzlich hat sogar ein School of Life Büro in Berlin eröffnet, dass ich mir bald mal ansehen werde.

Bildquelle: The School of Life Website