This is Water

2016-04-29 this-is-water v01

Die Graduation Speech von David Foster Wallace an die Studenten der Kenyon University habe ich vor Jahren gelesen und seitdem ist sie fest in meinem Kopf verankert. Vielleicht auch aufgrund des tragischen Umstands, dass Wallace drei Jahre nach der Rede Selbstmord begangen hat.

Der Titel „This is Water“ bezieht sich auf den Zustand, dass wir viele Dinge nicht mehr zur Kenntnis nehmen oder als selbstverständlich erachten, so wie ein Fisch das Wasser vermutlich nicht beachtet. Dabei bezieht er sich in erster Linie auf den Umgang der Menschen miteinander und darauf wie Eindrücke von uns – oftmals automatisch negativ -interpretiert und bewertet werden.

If you’re automatically sure that you know what reality is, and you are operating on your default setting, then you, like me, probably won’t consider possibilities that aren’t annoying and miserable. But if you really learn how to pay attention, then you will know there are other options.

Dazu gibt er mehrere Beispiele.

But most days, if you’re aware enough to give yourself a choice, you can choose to look differently at this fat, dead-eyed, over-made-up lady who just screamed at her kid in the checkout line. Maybe she’s not usually like this. Maybe she’s been up three straight nights holding the hand of a husband who is dying of bone cancer. Or maybe this very lady is the low-wage clerk at the motor vehicle department, who just yesterday helped your spouse resolve a horrific, infuriating, red-tape problem through some small act of bureaucratic kindness.

Es kommt auf die Betrachtungsweise an. Geht man davon aus, dass die Welt schlecht ist, wird man an vielen Stellen Bestätigung dafür finden. Geht man vom Gegenteil aus, die Welt sei gut, wird man auch dort bei vielen Gelegenheiten bestätigt.

(…) the exact same experience can mean two totally different things to two different people, given those people’s two different belief templates and two different ways of constructing meaning from experience.

Diese differenzierte Betrachtungsweise ist nicht offensichtlich und in unserer Zeit oftmals sogar unüblich.

And the so-called real world will not discourage you from operating on your default settings, because the so-called real world of men and money and power hums merrily along in a pool of fear and anger and frustration and craving and worship of self. Our own present culture has harnessed these forces in ways that have yielded extraordinary wealth and comfort and personal freedom. The freedom all to be lords of our tiny skull-sized kingdoms, alone at the center of all creation. This kind of freedom has much to recommend it. But of course there are all different kinds of freedom, and the kind that is most precious you will not hear much talk about much in the great outside world of wanting and achieving. The really important kind of freedom involves attention and awareness and discipline, and being able truly to care about other people and to sacrifice for them over and over in myriad petty, unsexy ways every day.

That is real freedom. That is being educated, and understanding how to think. The alternative is unconsciousness, the default setting, the rat race, the constant gnawing sense of having had, and lost, some infinite thing.

So bleibt es eine Aufgabe im Rahmen der Bildung und Erziehung jedes Menschen, solche Gedanken zu berücksichtigen und auf das eigene Leben anzuwenden.

It is unimaginably hard to do this, to stay conscious and alive in the adult world day in and day out. Which means yet another grand cliché turns out to be true: your education really IS the job of a lifetime.

That is real freedom. That is being educated, and understanding how to think. The alternative is unconsciousness, the default setting, the rat race, the constant gnawing sense of having had, and lost, some infinite thing.

Aufgrund der Popularität von Wallace’s Rede gibt es viele interessante Ressourcen, die sich mit dem Inhalt beschäftigen:

Bildquelle: Hans via Pixabay

This or Something Better

2016-04-28 this-or-something-better v01

In dem Buch „Life 101“ von Peter McWilliams habe ich einen Gedankenzusatz für die Formulierung von Zielen gefunden, den ich tatsächlich schon mehrfach genutzt habe. Auf den ersten Blick fand ich es nur eine witzige Idee aber mittlerweile finde ich es wirklich nützlich:

It’s a good idea to end all your affirmations with „…this or something better, for the highest good of all concerned.“

Zu Deutsch: Es ist eine gute Idee alle Deine Vorsätze mit Satz zu beenden: „…das oder etwas noch Besseres, zum größtmöglichen Wohle aller Beteiligter.“

Gerade in dem frühen Stadium, wenn man sich etwas vornimmt und ein Ziel formuliert, öffnet dieser Satz den Blick für ein größeres Spektrum an Möglichkeiten. Zu dem Zeitpunkt kennt man meist doch noch gar nicht die vielen Konsequenzen oder gar Auswirkungen auf andere beteiligte Personen, die das Ziel mit sich bringt. Wahrscheinlich gibt es eine ähnliche oder gar bessere Lösung, die alle involvierten Personen – auch sich selbst –  noch besser stellt. Es lohnt sich daher, diesen offenen Blick beizubehalten, während man das Ziel verfolgt.

Ich würde sogar noch hinzunehmen: Warum soll man nicht auch eine etwas weniger optimales Ergebnis für sich selbst anstreben, wenn es dafür andere Personen deutlich besser stellt? Es kann nicht schaden, dafür von Anfang an etwas Spielraum einzubauen und dieser Gedankenzusatz ist für mich eine gute Erinnerung daran.

Drifted-Driven-Designed Life

2016-04-27 drifted-driven-designed-life v01

Michael Hyatt hat auf dem World Domination Summit 2014 einen Vortrag gehalten. Dabei ist mir der Aspekt in Erinnerung geblieben, dass man Persönlichkeiten und ihre Lebensentwürfe in drei Typen unterteilen kann. Hier etwas übertreiben und vereinfacht dargestellt:

Drifted: Manche Menschen lassen sich durchs Leben treiben. Sie akzeptieren die Umstände, die sich um sie herum ergeben und passen sich an. Sie folgen den Versuchungen (z.B. Live Fernsehen, Klatsch und Tratsch, jammern) relativ blind.

Driven: Karrieretypen. Verbissen, leistungsorientiert und zäh. Manche Menschen wollen alles und machen sich auf den Weg es zu bekommen. Der Karrierejob, die Familie, Luxus Besitz, alles muss bestmöglich funktionieren und da das nicht von alleine kommt, wird hart dafür gearbeitet. Koste es, was es wolle.

Designed: Hyatt’s Vorschlag für einen gesunden Mittelweg. Nicht verbissen alles auf einmal wollen aber Entscheidungen treffen, Ziele formulieren und auf eine gesunde Art und Weise darauf hin arbeiten.

Ich denke ab und zu an diese Unterteilung und probiere dabei, den Designed-Weg zu gehen.

Hier der komplette Vortrag im Video (ab ca 10:00 geht er konkret auf die 3 Lebensstile ein):

Bildquelle: Armosa Studios via WDS homepage

The Tail End

2016-04-26 the-tail-end v01

Auf besonders anschauliche und augenöffnenden Art beschäftigt sich der Artikel The Tail End damit, wieviel Zeit uns im Leben noch bleibt. Auf ihn wurde ich über den Tim Ferriss Newsletter aufmerksam.

Zunächst ist faszinierend, wie erschreckend wenig die Jahre, Monate und selbst Wochen eines Menschenlebens aussehen, wenn man sie in einer Grafik auflistet. Noch beunruhigender wird es, wenn man die bereits vergangenen Zeiträume wegstreicht und dadurch sieht, wie viel der (schätzungsweise) verfügbaren Zeit bereits vergangen ist.

Besonders erschreckend: Die Grafiken gehen von einer extrem optimistischen Lebenserwartung von 90 Jahren aus! Wie würden die Schaubilder aussehen, wenn man dort seine persönliche Schätzung: 80, 70, 60 oder gar 52 ode 43 Jahre einträgt (letztere beiden Zahlen sind zwei kürzliche Todesfälle aus meinem erweiterten Bekanntenkreis). Wie würde es aussehen, wenn man in den Grafiken die gesundheitlichen Einschränkungen und schwindende Fitness im Alter berücksichtigen würde? Wieviele Kästchen würden wegfallen?

Der nächste Dämpfer. Nicht alle Bestandteile des Lebens erstrecken sich gleichmäßig über die eigenen Lebensjahre. Wie sieht es zum Beispiel mit den verfügbaren Jahren mit seinen Eltern aus?

“It turns out that when I graduated from high school, I had already used up 93% of my in-person parent time. I’m now enjoying the last 5% of that time. We’re in the tail end.”

Viele Menschen haben mit Abschluss der Schule oder Ausbildung über 90% der persönlichen Zeit mit ihren Eltern bereits hinter sich gelassen. Irgendwie logisch aber doch erschreckend. Gleiches gilt für die Zeit mit anderen Familienmitgliedern, Freunden, geliebten Orten und Aktivitäten. Wie oft wird man noch tanzen gehen, unter freiem Himmel schlafen oder Sex haben? Wie viel Prozent vom großen Ganzen liegen hier bereits hinter einem?

Die drei Schlussfolgerungen des Autors sind alle gut:

  • “Living in the same place as the people you love matters. I probably have 10X the time left with the people who live in my city as I do with the people who live somewhere else.”
  • “If you’re in your last 10% of time with someone you love, keep that fact in the front of your mind when you’re with them and treat that time as what it actually is: precious.”
  • “Your remaining face time with any person depends largely on where that person falls on your list of life priorities. Make sure this list is set by you—not by unconscious inertia.”

Der komplette Artikel ist sehr lesenswert.

Bildquelle: Originalartikel auf Website des Autors

Sanfte Weckmelodie

2016-04-25 sanfte-weckmelodie v01

Eine so einfach, wie geniale Idee, habe ich im letzten Jahr im Tim Ferriss Podcast aufgeschnappt:

Die Weckermelodie seines Telefons vom Standard auf einen sanften Weckton umzustellen und Vibration abzuschalten, lässt den Tag deutlich angenehmer beginnen!

Die Einstellung dafür findet sich beim iPhone im Wecker selbst, also in der Uhr App. Dort wo man die Weckzeit bearbeitet, gibt es auch die Einstellung „Ton“. Dort habe ich von Radar (Standard) auf „Klassisch > Grillen“ gewechselt und darunter die Vibration deaktiviert.

Zwar nutze ich das iPhone nur in Ausnahmefällen als Wecker, zum Beispiel auf Reisen, aber ich habe kurz darauf eine deutliche Verbesserung gemerkt. Insbesondere die Vibration erzeugt auf vielen Nachttischen ein unangenehmes Surren, dass äußerst unsanft weckt.

Einfach mal ausprobieren und den Tag angenehmer beginnen!

Bildquelle: Thom via Unsplash

Notiere Ideen sofort

2016-04-24 notiere-ideen-sofort v01

Einen nicht unerheblichen Teil des Tages verbringe ich in Gedanken. Gerade während Routinetätigkeiten, wie morgens unter der Dusche, beim Zähneputzen oder dem Weg zur Arbeit, ist der Kopf nicht ausgelastet. Die Gedanken beschäftigen sich mit aktuellen Themen, Fragestellungen und Erlebnissen. Es wird nicht nur mir so gehen, dass man in solchen Momenten auch viele Ideen hat.

Ab und zu sind sogar richtige Aha-Erlebnis dabei. Ideen, die mich begeistern und die ich sofort umsetzen möchte. Früher war meine normale Reaktion in solchen Fällen, mich zu freuen und mir vorzunehmen, die Idee bei Gelegenheit aufzuschreiben oder umzusetzen. Dabei wurde mir schmerzlich bewusst, dass ich viele Ideen schnell wieder vergaß und sie verloren gingen. Ich unterlag der Illusion, dass nur weil ich einmal einen Gedanken hatte, dieser auch jederzeit wieder abrufbar wäre.

Schließlich nahm ich eine kleine Veränderung vor, die einen riesen Unterschied macht. Ich notiere Ideen sofort.

Was einfach klingt, ist für mich mit viel Disziplin verbunden. Noch immer habe ich den Reflex, mir vorzunehmen, es später zu notieren oder ich debatiere innerlich darüber, ob gerade diese Idee es überhaupt wert ist, aufgeschrieben zu werden. Zum Glück bietet das Smartphone ideale Möglichkeiten, Ideen auf einfache Art zu notieren und abzuspeichern (dazu ein andernmal mehr).

Mit dieser kleinen Änderungen, haben sich meine Notizen und Ideen vervielfacht. Der große Unterschied ist, dass sie sich auf diese Weise über die Zeit ansammeln. Wenn dann der Moment kommt, dass ich mich einer Sache annehme oder ein Thema aktuell wird, kann ich auf diverse Notizen zurückgreifen. In der Regel reicht ein Stichwort oder ein kleiner Satz aus, dass ich mir den kompletten Gedankengang wieder ins Gedächtnis rufen kann. Eine kleine Notiz lohnt sich also!

Bildquelle: Calum MacAulay via Unsplash

Now What Needs to Be Done?

2016-04-23 now-what-needs-to-be-done v01

Wenn ich mir unsicher bin, was als nächstes zu tun ist, um bei für mich wichtigen Themen voran zu kommen, hilft mir der Satz:

Now what needs to be done?

Ich bin mir nicht sicher, warum er für mich so gut funktioniert. Vielleicht ist es die Formulierung, in der ich eine gewisse Verantwortung und Pflichtbewusstsein sehe. Vielleicht hilft mir die neutrale Formulierung was getan werden muss und nicht was ich tun muss. Der Versuch einer passenden Übersetzung ist für mich: „Was ist nun zu tun?“

Wenn ich diese Worte in Gedanken aufsage, fällt mir fast immer eine Aktivität ein, die ein angemessener nächster Schritt ist und zwar unabhängig davon, ob ich darauf Lust habe oder mir die Umsetzung leicht fällt. Den Satz habe ich aus Brian Johnson’s Optimal Living 101 Program entnommen. Es ist schon eine Weile her, seit ich diese sehr gut gemacht Videoserie gesehen habe aber der Satz ist mir in Erinnerung geblieben und hat sich mehrfach als nützlich erwiesen. Ursprünglich scheint er dem Buch Constructive Living von David K. Reynolds entnommen worden zu sein.

Man kann den Satz sogar noch verstärken in dem man hinzufügt „How would I make myself proud?“. Das Ziel dabei ist, solche Aktivitäten zu identifizieren, die zwar nicht leicht fallen aber eine große Wirkung und hohe Relevanz haben. Das funktioniert nach meiner Erfahrung sehr gut.

Bildquelle: Sylwia Bartyzel via Unsplash

Podcasts

2016-04-22 podcasts v01

Wie Radio, nur moderner und on demand. Was Youtube im Vergleich zu Videos und Fernsehen ist, sind Podcasts für Audio und Radio.

Früher hörte ich im Auto Musikradio, später wechselte ich zu Inforadio, wo mich neben den Nachrichten auch die vielfältigen Reportagen interessierten. Da ich die Sendung Aufgegabelt mit Berliner Restauranttipps sehr mochte, aber zu den Zeiten der Ausstrahlung nicht immer im Auto saß, abonnierte ich die Sendung als Podcast. Von da an wurde ich über jede neue Folge informiert, konnte sie zuhause auf das Smartphone laden und dann bequem unterwegs im Auto hören. Radio-on-Demand eben.

Es dauerte nicht lange, da wurde ich auf das riesige Angebot an weiteren Podcasts aufmerksam. Neben professionellen Radiostationen kann auch jeder Mensch mit einem Mikrofon eine eigene Podcast-Sendung aufzeichnen und bereitstellen. Im Prinzip wie bei Youtube, mit ähnlichem Ergebnis. Ein Angebot mit großer Vielfalt und einer gewissen Unübersichtlichkeit. Wenn man sich davon nicht abschrecken lässt, findet man in Podcasts die perfekte Unterhaltung/Lernmöglichkeit für unterwegs. Ein kostenloses Hörbuch „Light“ sozusagen.

Podcasts sind für den Konsum über das Smartphone optimiert. Apple und Android bieten jeweils die großen Podcast-Kataloge (die Download-Platformen) an, sowie passende Apps, die auf jedem Smartphone bereits vorinstalliert sind. Man kann durch die Suchfunktion einzelne Podcast-Episoden finden und anhören und bei Interesse die komplette Sendung abonnieren. Dann wird man über zukünftig erscheinende Folgen informiert und sie werden auf Wunsch automatisch auf das Telefon geladen.

Jeder kann es sofort ausprobieren. Um als Einstieg interessante Inhalt zu finden, würde ich folgende Überlegungen vorschlagen:

  • Gibt es eine Radiosendung, die man gerne hört? Zum Beispiel eine Interview-Sendung, Film-Tipps oder Restaurant-Empfehlungen? Dann lohnt es sich danach im Podcast-Verzeichnis zu suchen.
  • Gibt es eine Persönlichkeit, deren Meinung man schätzt? Zum Beispiel Fachleute aus dem Bereich Sport, Ernährung oder Gesundheit? Viele Experten haben eine eigene Podcast-Sendung oder sie wurden bereits als Gast in einer Sendung interviewt.
  • Gibt es ein Fachgebiet, an dem man privat oder beruflich interessiert ist? Zum Beispiel Unternehmensführung, Sprachen, Fotografieren oder moderne Technik? Auch hier gibt es eine Vielzahl von themenspezifischen Podcasts, nach denen man suchen kann.

Ich persönlich höre Podcasts nur Unterwegs, hauptsächlich auf dem Weg zur Arbeit. Für mich sind sie mit der Zeit zur besten Form der Audio-Unterhaltung/-Forbildung geworden und ich kann jedem empfehlen es mal auszuprobieren.

Bildquelle: Corey Blaz via Unsplash

Pomodoro-Technik

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Die Pomodoro-Technik ist meine Geheimwaffe gegen Prokrastinieren, also das ewige vor sich herschieben einer großen, unangenehmen Aufgabe. Jedes Mal wenn ich sie nutze, bin ich aufs Neue von ihrer Effektivität beeindruckt.

Bei der Pomodoro-Technik teilt man seine Arbeitszeit in kurze Intervalle auf und gönnt sich dazwischen bewusste Pausen. Ein typischer Rhythmus ist, 25 Minuten konzentriertes Arbeiten mit 5 Minuten Pause abzuwechseln. Nach mehreren erfolgreichen Arbeitseinheiten, gönnt man sich eine größere Pause von 30 Minuten.

Für besonders unangenehme Aufgaben lohnen sich nach meiner Erfahrung sogar noch kürzere Arbeitsintervalle, z.B. 15 Minuten Arbeiten und dann 5-10 Minuten Pause. Der Hauptnutzen besteht darin, die Barriere anzufangen zu reduzieren. 15 Minuten sind ein so kurzer und überschaubarer Zeitraum, dass ich mich nicht mehr Scheue zu beginnen. Bin ich dann erstmal dabei, bleibe ich oft auch länger an dem Thema sitzen und arbeite zügig hintereinander weg. Je weiter ich fortschreite, desto geringer die Scheu vor der Aufgabe und der Knoten ist geplatzt.

Die vom Italiener Francesco Cirillo entwickelte Methode hat Ihren Namen übrigens von der Eieruhr in Form einer Tomate, die ihr Erfinder für die Zeitmessung verwendete. Das Vorgeschlagene Intervall von 25 Minuten reicht zudem aus, um sich die namensgebenden Spaghetti Pomodoro zuzubereiten – eine gute Eselsbrücke. Durch den großen Erfolg hat er die Methode zu einem umfangreichen Produktivitätssystem erweitert, wobei meines Erachtens der Kern der Sache ausreicht.

Bildquelle: Luca Mascaro via Flickr

Gestalten Verlag

2016-04-20 gestalten-verlag v01

Der Gestalten Verlag ist eine dieser Firmen, die vieles richtig zu machen scheint. Ein Berliner Verlag, der herausragende Bücher zu Design und vielfältigen zeitgenössichen Themen herausbringt. Zwei Ladengeschäfte verkaufen neben den Büchern auch besondere Produkte, die gut einem Hipster-Blog wie blessthisstuff oder werd entsprungen sein könnten. Ideal, wenn man nach einem Geschenk (gerne auch für sich) sucht. Auch bei den Büchern sind viele Perlen dabei.

Zuerst wurde ich damals auf den Gestalten Space in der Sophienstraße aufmerksam. Direkt gegenüber vom Barcomi’s Deli, eines meiner favorisierten Frühstücksrestaurants, wies ein recht unscheinbares, gelbes Neonsign auf den Eingang hin. Beim Betreten, wusste ich nicht genau, ob ich in einer Galerie gelandet war. Doch die vielen Bücher an der Wand, die alle das Gestalten Logo trugen, gaben den entscheidenden Hinweis. Dieser Gestalten Space wurde anscheinend kürzlich geschlossen, so finde ich ihn nicht mehr auf der Website aufgeführt.

Später staunte ich nicht schlecht, bei der Eröffnung des Bikini Berlin am Zoo einen noch größeren Gestalten Pavilion mit Shop und Bistro vorzufinden. Noch mehr Produkte zum Schwärmen und Stöbern. Auch beim Bistro stimmen die Details (kein Wunder, wenn man die Fachliteratur passend zum Thema verlegt). Die Küche ist pfiffig mit Fliesen und hübschen Fenstern abgegrenzt. Eine gute Idee auch für die eigenen vier Wände. Ähnlich wie im Neni hat man vom Bistro einen herrlichen Blick in den Zoo. Ein Besuch lohnt.

Mehr über die Hintergründe zur Firma gibt es in diesem FAZ-Artikel über Gestalten.

Bildquelle: Gestalten Verlag