Pyramid Principle

2016-05-23 pyramid-principle v01

Anderen Menschen die eigenen Gedanken zu vermitteln ist nicht leicht, erst recht wenn es sich um Handlungsempfehlungen in kontroversen und komplizierten Situation handelt. Ein nützliches Prinzip, dass mir aus meiner Zeit als Unternehmensberater in Erinnerung geblieben ist, ist das Pyramid Principle von Barbara Minto:

Gemäß Pyramid Principle, kommuniziert man die Kernaussage zuerst und liefert erst anschließen, Ebene für Ebene, die untermauernden Argumente dafür nach.

Der übliche und intuitive Weg ein Lösung aufzuzeigen, ist mit dem Problem einzuleiten, dann Argumente zuliefern und am Ende, als eine Art Aha-Moment, die Lösung zu präsentieren. Dies ist aus verschiedenen Gründen nicht optimal. Die Aufmerksamkeit der Empfänger einer Nachricht zu behalten ist schwer, erst recht wenn sie mit Dingen konfrontiert werden, die sie schon wissen. Das ist oftmals bei einleitenden Argumenten für einen Lösungsvorschlag der Fall. Zudem ist nicht sicher, ob die Argumente richtig verstanden und in Zusammenhang mit der Lösung gebracht werden, da die Lösung noch nicht präsentiert wurde.

Mit dem Ergebnis – der Spitze der Pyramide – zu starten, wirft automatisch Fragen bei den Empfängern auf und erzeugt dadurch nützliche Aufmerksamkeit. Die nachfolgenden Argumente können genutzt werden, die Kernaussage zu erklären. Auf diese Weise fällt es den Empfängern leichter, den Zusammenhang zwischen Argumenten und Kernaussage nachzuvollziehen, da das Ergebnis bekannt ist.

Das Konzept hat noch ein paar Feinheiten und wie üblich für eine erfolgreiche Idee, wurde es zu einer komplexen Methodologie ausgebaut. Mir persönlich reicht jedoch das Bild der Pyramide als Erinnerung, mit der Spitze (dem Lösungsvorschlag) zu beginnen und dann Stück für Stück, Ebene für Ebene, die Details nachzuliefern.

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